Stand: 09.06.2020 10:38 Uhr

Wald bei Lübtheen bekommt Löschwasser-Brunnen

Feuerwehrleute löschen in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel einen großflächigen Waldbrand. © dpa Zentralbild Foto: Jens Büttner
Vor allem in der Nähe der Ortschaften, die während des Waldbrandes 2019 in Lübtheen evakuiert werden mussten, sind Löschwasserstellen vorgesehen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lübtheen haben die Bohrarbeiten für Tiefbrunnen begonnen. Sie sollen im Falle eines erneuten Brandes auf der Waldfläche Löschwasser für die Feuerwehren liefern. Nach dem Waldbrand von Lübtheen im vergangenen Jahr hatten sich die beteiligten Behörden auf ein Schutzkonzept verständigt. Beteiligt waren die Bundesforstverwaltung als Flächeneigentümer, das zuständige Biosphärenreservatsamt und die Feuerwehren.

13 Tiefbrunnen sollen gebaut werden

Den Plänen zufolge werden unter anderem insgesamt 13 Tiefbrunnen entlang der 30 Kilometer langen Ringstraße installiert. Insbesondere in der Nähe der Ortschaften, die gefährdet sind und 2019 evakuiert werden mussten, sind Löschwasserstellen vorgesehen. Die Brunnen müssen bis zu 50 Meter tief gebohrt werden und über spezielle Pumpen verfügen, damit sie im Notfall Wasser zum Betanken von Löschfahrzeugen oder Bewässerungseinrichtungen liefern können. Erst in dieser Tiefe kommt man in der Lübtheener Heide in wasserführende Schichten.

Mögliche Löscharbeiten sollen einfacher werden

Beim größten Waldbrad in der Geschichte des Landes im vergangenen Jahr musste notwendiges Löschwasser sehr aufwendig, unter anderem durch Tankwagen von Landwirten, in den Wald hinein gebracht werden. Zusätzlich verlegte die Feuerwehr mehrere hundert Meter Schläuche. Neben der Gefahr von explodierender Altmunition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz stelle das Heranholen von Wasser große Probleme bei der Brandbekämpfung dar. Mehr als 3.000 Helfer waren Anfang Juli 2019 im Einsatz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 09.06.2020 | 07:30 Uhr

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