Stand: 05.05.2021 15:30 Uhr

Toter Türsteher in Swinemünde: Fall abgeschlossen

Beamte der Kriminalpolizei durchsuchen in Neu Sallenthin auf Usedom ein Wohnhaus. © Tilo Wallrodt Foto: Tilo Wallrodt
Der Fall hatte in der Region viel Aufsehen erregt. (Archivbild)

Knapp zwei Jahre nach dem Tod eines Türstehers auf Usedom ist der Fall für die Staatsanwaltschaft Stralsund abgeschlossen. Die Behörde hatte in dem Zusammenhang eine Bekannte des 60-Jährigen angeklagt. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Nachfrage von NDR 1 Radio MV mitteilte, ist die Frau bereits Ende März vom Landgericht Stralsund freigesprochen worden - gegen eine Geldauflage. 2019 soll sie bei der Vernehmung angegeben haben, ihrem Bekannten ein Medikament in ein Getränk getan zu haben. Deswegen sei sie wegen Körperverletzung angeklagt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund NDR 1 Radio MV. Das Amtsgericht Greifswald hatte die Frau freigesprochen.

Opfer war in der Region bekannter Türsteher

Das Gericht habe keinen Vorsatz erkennen können, auch das Medikament sei nicht mehr im Körper des Toten nachzuweisen gewesen. Im Berufungsverfahren vor dem Landgericht Stralsund ist die Frau dann ebenfalls freigesprochen worden. Der Fall hatte für Aufsehen auf Usedom und in Greifswald gesorgt. Der Türsteher war in der Region bekannt. Der Mann ist nach Auskunft der Staatsanwaltschaft eines natürlichen Todes gestorben. Seine Leiche war am 7. Mai 2019 in einem Wald im polnischen Swinemünde entdeckt worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 05.05.2021 | 15:00 Uhr

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