Stand: 13.06.2018 20:49 Uhr

Nach Explosion in Zierzow: Kripo ermittelt

Nach der Explosion und dem Brand einer Lagerhalle in Zierzow bei Grabow (Kreis Ludwigslust-Parchim) am Dienstag ermittelt nun die Kriminalpolizei. Bei dem Unglück in einem Düngemittellager war ein Mann ums Leben gekommen. Die Detonation könnte sich Polizeiangaben zufolge im Zusammenhang mit Reinigungsarbeiten an einem Schornstein ereignet haben. Der Mitarbeiter war zum Zeitpunkt des Unglücks am Dienstagnachmittag alleine in der Halle, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 250.000 Euro.

Unglücksursache noch unklar

Zur genauen Ursache der Explosion und des Brandes der Lagerhalle gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Zunächst räumten Spezialisten am Mittwoch das Gelände, um der Spurensicherung und dem Brandursachenermittler den Zugang zu ermöglichen, teilte das Polizeipräsidium Rostock mit. Angesichts des Umfangs der Arbeiten werde mit ersten Ergebnissen nicht vor Ende dieser Woche gerechnet. Wegen der in der Halle gelagerten Chemikalien wurde außerdem das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGuS) eingeschaltet. Die Halle sei von mehreren Firmen genutzt worden.

Opfer kurz vor Explosion mit Auto aufs Gelände gefahren

Zehn Feuerwehren aus der Region waren am Dienstag mit insgesamt etwa 100 Feuerwehrleuten zu dem Unglücksort geeilt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, kam es zu weiteren Explosionen und Bränden. Die Helfer arbeiteten sich durch die Flammen vor und stießen schließlich auf die Leiche des Mitarbeiters. Nach Aussage eines Zeugen war wenige Minuten vor der ersten Explosion ein Auto vermutlich mit dem Mitarbeiter auf das Firmengelände gefahren.

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Eine Explosion und ein Feuer haben die Lagerhalle in Zierzow zum großen Teil zerstört.

Die Brände waren nach etwa zwei Stunden gelöscht. Durch die Detonation wurde die Halle erheblich beschädigt. Unter anderem stürzten Teile der Dachkonstruktion ein. In dem etwa 500 Quadratmeter großen Gebäude in einem Gewerbegebiet lagerten neben Düngemitteln auch Garagentore.

Zeitweise starke Rauchentwicklung

Wegen der Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr alle Anwohner gebeten, zeitweise Fenster und Türen geschlossen zu halten und Autofahrern empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren. Um giftige Dämpfe soll es sich allerdings nicht gehandelt haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.06.2018 | 12:00 Uhr

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