Stand: 14.08.2019 14:49 Uhr

Scandlines-Fähre soll Rotorsegel bekommen

So würde die "Copenhagen" nach der Installation des Rotorsegels aussehen. (Illustration)

Die Fährreederei Scandlines will ihr zwischen Rostock und Gedser pendelndes Fährschiff "Copenhagen" mit einem Rotorsegel ausstatten. "Dadurch können wir die CO2-Emissionen auf der Route Rostock-Gedser um vier bis fünf Prozent reduzieren", sagte Scandlines-Chef Søren Poulsgaard Jensen. Verträge zwischen Scandlines und dem Segelhersteller Norsepower seien bereits unterzeichnet worden.

Route Rostock-Gedser für Rotorsegel gut geeignet

Die Technologie, die nach ihrem Erfinder Anton Flettner auch als Flettner-Rotor bekannt ist, macht sich den physikalischen Magnus-Effekt zunutze. Trifft Wind seitlich auf einen rotierenden Zylinder, erzeugt dieser Vortrieb quer zur Anströmrichtung des Windes. Da der Wind auf der Fährroute Rostock-Gedser überwiegend aus westlicher Richtung kommt und etwa im 90-Grad-Winkel auf die Schiffe trifft, seien die Bedingungen für ein Rotorsegel besonders günstig, erklärte eine Reedereisprecherin.

Die Scandlines-Reederei und ihre Fähren

Rotorsegel-Montage bis Mitte 2020

Der rund 30 Meter hohe Rotor mit fünf Metern Durchmesser soll im zweiten Quartal 2020 mittschiffs auf der Fähre montiert werden. Die "Copenhagen" und ihr Schwesterschiff "Berlin" sind Hybridfähren, die teilweise mit Batterieantrieb fahren. Auf den 169 Meter langen Schiffen finden 1.300 Passagiere sowie 460 Autos oder 96 Lastwagen Platz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.08.2019 | 12:40 Uhr

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