Eine Grafik zeigt einen Entwurf des Stadthafens in Rostock zur Bundesgartenschau 2025 mit einem neuen Landesmuseum (links), einer Fußgängerbrücke über die Warnow und einer Markthalle (rechts). © Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Rostock: Chefin des BUGA-Auschusses fordert Plan B für 2026

Stand: 04.06.2022 09:26 Uhr

Es knirscht gewaltig zwischen der Hansestadt Rostock und der Landesregierung in Schwerin. Streitthema ist die Bundesgartenschau 2025. Die Chefin des BUGA-Ausschusses sieht noch Chancen auf eine einvernehmliche Lösung.

Eine pünktliche Eröffnung der Gartenschau in Rostock im April 2025 wird nach Einschätzung der Vorsitzenden des städtischen Buga-Ausschusses, Jana Blaschka, immer unrealistischer. "Es ist Zeit für Plan B und die Buga auf das Jahr 2026 zu verschieben", sagte Blaschka gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dies hänge vor allem mit der Warnowbrücke, dem Herzstück der Buga, zusammen.

Planung der Warnowbrücke ist im Verzug

Die Planung ist laut Blaschka im Verzug und es dürfte im weiteren Verlauf bis hin zur Bauumsetzung nichts mehr passieren. Noch sei keine Ausschreibung der Brücken-Bauleistungen erfolgt. So lange es dazu keine Rückmeldung gibt, könne auch nichts über die tatsächlichen Kosten oder Zeitpläne gesagt werden. "Alle, die in der Baubranche tätig sind, wissen, dass man für nichts mehr garantieren kann", heißt es von Blaschka weiter. Ihr zufolge müsse nun das Planfeststellungsverfahren vorangetrieben werden.

Blaschka plädiert für Verschiebung

Da aber das Land für die kommenden Tage eine Ansage aus Rostock gefordert habe, plädiert Blaschka für eine Verschiebung auf 2026. Damit könne das Land wieder mit ins Boot geholt werden. Jochen Sandner, Geschäftsführer der BUGA Gesellschaft, hatte Ende März gesagt, dass eine Verschiebung ins Jahr 2026 die einzig denkbare Option sei, da die Planungen für die Gartenschauen 2027 und 2029 in anderen Städten schon zu weit fortgeschritten seien. Doch hätte die Entscheidung auf eine Verschiebung laut ihm damals zeitnah getroffen werden müssen.

Sinn der Gartenschau sei ungebrochen

Blaschka zeigt sich davon überzeugt, trotz des öffentlich ausgetragenen Streits mit Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) die Landesregierung von dieser Variante überzeugen zu können. Zwar hatte Agrarminister Till Backhaus (SPD) nach einer Krisensitzung im Mai eine Buga zu einem späteren Zeitpunkt als 2025 abgelehnt. "Aber auch Schwerin weiß, wie wichtig die BUGA für ganz Mecklenburg-Vorpommern ist." Auch ohne die städtebaulichen Aspekte wie Ausbau des Stadthafens, das Anlagen eines Stadtparks oder die Errichtung eines neuen Wohnviertels, dem Warnow-Quartier, sieht Blaschka den Sinn der Gartenschau ungebrochen.

BUGA als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Im Umland hätten sich viele Kommunen als Partnerstandorte beworben, ein unglaublich wichtiger Wirtschaftsfaktor. "Die BUGA wird ein Anziehungsmagnet für die Rostocker, die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und auch für die Besucher." Es werden 1,7 bis 2 Millionen Besucher erwartet. Die Landesregierung hatte zuletzt den Druck auf Rostock erhöht und eine klare Bereitschaft eingefordert, dass die Stadt zu den Vereinbarungen stehe.

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Dieses Thema im Programm:

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