Stand: 31.08.2020 16:15 Uhr

Rente ab 63 in MV sehr beliebt

Zwei Senioren sitzen auf einer Bank © NDR Foto: Screenshot
Mehr als ein Viertel der neuen Rentner in MV hat im vergangenen Jahr die Möglichkeit genutzt, früher in Rente zu gehen (Symbolbild).

Im vergangenen Jahr haben gut 40 Prozent aller Neu-Rentner in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit genutzt, bei voller Höhe der Bezüge nach 45 Versicherungsjahren in den Ruhestand zu gehen. Wie die Deutsche Rentenversicherung Nord mitteilte, gingen mehr als 7.500 Menschen von insgesamt rund 18.400 früher in Rente. Mecklenburg-Vorpommern liege damit im Trend der ostdeutschen Bundesländer. In den westdeutschen Bundesländern beziehe die Mehrzahl der neuen Rentner eine Regelaltersrente.

MV: Nur wenige Tausend erhalten Regelaltersrente

Im Nordosten erhält den Zahlen zufolge nur gut ein Viertel der Neu-Rentner aus dem vergangenen Jahr die Regelaltersrente. Die gibt es im Moment ab einem Alter von 65 Jahren und neun Monaten. Insgesamt hat die Deutsche Rentenversicherung bis Ende 2019 in Mecklenburg-Vorpommern knapp 415.300 Altersrenten ausgezahlt.

Wie gelingt ein früher Renteneintritt?

Nicht jeder Mensch muss bis zu seinem regulären Rentenalter arbeiten. Wenn genug Beitragsjahre zusammenkommen, können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schon ab 63 Jahren in Rente gehen. In diesem Fall müssen Rentner dann aber eventuell mit weniger Geld leben. Im Nordosten haben im vergangenen Jahr gut 4.600 Frauen und Männer diese Möglichkeit genutzt. Menschen, die 45 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können früher in Rente gehen - und das bei vollen Bezügen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 31.08.2020 | 12:00 Uhr

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