Stand: 13.07.2020 17:30 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Neuer Schutzzaun gegen Schweinepest aus Polen

Agrarminister Backhaus hilft beim Bau eines Wildschutzzaunes. Der Zaun ist aus verzinktem Draht, 1,50 Meter hoch und 30 Zentimeter in die Erde eingelassen.

Mecklenburg-Vorpommern hat bei Linken (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit dem Bau einer Wildschutzbarriere gegen die Afrikanische Schweinepest an der Grenze zu Polen begonnen. Damit soll die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest durch Wildschweine verhindert werden. Die so genannte temporäre Wildschutz-Barriere aus Draht wird eine Länge von 60 Kilometern haben. Der Zaun soll von Pomellen über Ladenthin, Linken, Hintersee bis nach Rieth bei Eggesin - nur wenige Meter vom Grenzstreifen entfernt - verlaufen. Auch auf Usedom wird gebaut - von Kamminke bis nach Ahlbeck.

Wildschutzzaun soll vor Schweinepest schützen

Nordmagazin -

Zwischen Pomellen und Usedom entsteht zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest an der deutsch-polnischen Grenze ein Wildschutzzaun. Ende des Jahres soll er fertig sein.

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Land trägt Kosten für Wildschutzzaun

Die Gefahr, dass die Afrikanische Schweinepest durch Wildschweine von Polen nach Mecklenburg-Vorpommern eingeschleppt werde, ist akut, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Deshalb sei der Bau dieses Zauns notwendig. Der Trassenverlauf sei mit der polnischen Seite abgestimmt worden, so Backhaus. Dabei wurde ein Mindestabstand von fünf Metern zwischen Wildschutzzaun und Staatsgrenze vereinbart. Der Zaunbau kostet rund 1,2 Millionen Euro und wird laut Backhaus vom Land bezahlt. Ende des Jahres soll der Wildschutzzaun an der deutsch-polnischen Grenze fertig sein.

Infiziertes Wildschwein in Polen gefunden

Ein erster 40 Kilometer langer Wildschutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest steht bereits entlang der Autobahn 11 von Stettin nach Berlin. Vor wenigen Wochen sei nur zehn Kilometer von der brandenburgischen Grenze entfernt - auf polnischer Seite - ein mit Afrikanischer Schweinepest infiziertes Wildschwein gefunden worden, sagte der Präsident des Friedrich Löffler-Instituts, Thomas C. Mettenleiter. Diese Seuche sei für sämtliche Schweinerassen hochansteckend und tödlich. Für den Menschen dagegen ist sie ungefährlich, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.07.2020 | 16:00 Uhr

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