Nach dem Sturm: Noch immer Stromausfälle im Land

Stand: 01.02.2022 17:01 Uhr

Im Süden und Südwesten von Rostock ist seit dem späten Montagabend teilweise der Strom ausgefallen. Betroffen seien etwa die Orte Bentwisch, Blankenhagen, Broderstorf, Pastow oder Kösterbeck, wie ein Sprecher des Energieversorgers Edis bestätigte.

Auch andere Regionen waren oder sind demnach betroffen, etwa auf Rügen und bei Ribnitz-Damgarten. Grund seien Störungen durch Salzablagerungen nach dem Sturm am Wochenende. Wie der Edis-Sprecher erklärte, hat sich im Zuge des Sturms Salz von der Ostsee unter anderem auf Isolatoren abgelagert. Diese Ablagerungen könnten bei Feuchtigkeit zu Kurzschlüssen führen. Die Suche nach entsprechenden Fehlern sei aufwendig. Die ganze Küstenregion sei von diesem Phänomen potenziell betroffen. Südöstlich von Rostock sei bereits ein zerstörter Isolator gefunden worden. Die Mitarbeitenden des Stromversorgers seien noch dabei, die Störungen zu beheben.

Schließsystem einer Schule betroffen - Kinder nach Hause geschickt

So war etwa das elektrische Schließsystem einer Schule in der Gemeinde Broderstorf betroffen. Die Feuerwehr habe Schulhof und Wege ausgeleuchtet. Kinder seien wieder abgeholt worden. Auch Kitas, Arztpraxen, Tankstellen und Firmen seien demnach betroffen. Laut Edis-Sprecher sind überwiegend Anlagen im Mittel- und Niederspannungsnetz betroffen, die teilweise Funkenflug und Brandentwicklung zeigen.

Regionen Gadebusch und Goldberg zum Teil weiterhin ohne Strom

Auch in Westmecklenburg konnten noch nicht alle durch den Orkan "Nadia" verursachten Störungen im Stromnetz behoben werden. Im Bereich Gadebusch mit den Ortschaften Rastow, Weberin, Brüel, Alt Meteln und Grevenhagen werden weiterhin Reparaturarbeiten durchgeführt. Auch im Radius von 40 Kilometern des Umspannwerkes Kalsow nördlich von Wismar kann es weiterhin zu Stromausfällen kommen. Das gleiche gilt für die Region östlich von Goldberg, also Neu Dobbin und Neu Zietlitz. Man versuche die Stromunterbrechungen auf ein Mininum zu reduzieren, sagte eine Sprecherin des Energieversorgers Wemag. Dafür sichten Mitarbeitende derzeit alle Freileitungstrassen.

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NDR 1 Radio MV | 01.02.2022 | 10:00 Uhr

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