Stand: 11.09.2018 16:09 Uhr

Landstrom: Rostock plant Anschluss im Seehafen

Bild vergrößern
Kreuzfahrtschiffe im Seehafen von Rostock sollen ab 2020 mit Landstrom versorgt werden, um Abgas-Emissionen zu verringern.

In Rostock soll bis 2020 eine Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe errichtet werden. Das Projekt soll die Kreuzschifffahrt am Standort Rostock umweltfreundlicher machen. Wie der Sprecher der Stadtwerke, Thomas Schneider, im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, sei die Versorgung der Schiffe mit Strom kein Problem.

Zwei Kreuzfahrtschiffe liegen im Rostocker Hafen.

Kreuzfahrer: Ist Landstrom eine gute Lösung?

Nordmagazin -

In Rostock soll bis 2020 eine Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe errichtet werden, um den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern. Fachleute sehen jedoch große Probleme.

4,67 bei 3 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Kosten: Rund zehn Millionen Euro

Sobald Menge und Umfang feststehen, könne man mit der Vorbereitung beginnen, hieß es. Die Kosten für die Errichtung einer solchen Anlage liegen schätzungsweise bei etwa zehn Millionen Euro, die das Land und die Stadt Rostock tragen werden. 2020 soll die Anlage in Betrieb gehen.

Landstrom, Flüssiggas oder Schiffsdiesel?

Bislang laufen die Dieselmotoren der Kreuzfahrtriesen auch während der Liegezeit. Durch die Nutzung von Landstrom können Schiffe während ihrer Liegezeit im Hafen ihren CO2-Ausstoß deutlich verringern und würden damit umweltfreundlicher werden, hieß es.

Weitere Informationen

Flüssiges Erdgas als Umweltretter? Fakten zu LNG

Immer mehr Schiffe werden mit einem Antrieb für flüssiges Erdgas gebaut. So soll das schädliche Schweröl abgelöst werden. Hilft das der Umwelt? Und welche Planungen gibt es im Norden? mehr

Zur Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung trafen sich am Dienstag Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), der Präsident von AIDA Cruises, Felix Eichhorn, und der Geschäftsführer von Rostock Port, Jens Aurel Scharner, in Rostock. Der Verband Deutscher Reeder hat Landstrom als Alternative in der Vergangenheit kritisch gesehen und stattdessen auf Flüssiggas (LNG) gesetzt. Wie Schwesig sagte, werde das zu noch mehr Akzeptanz in der Stadt - vor allem in Warnemünde - führen.

Weitere Informationen

"AIDAnova": "Das graue unter schwarzen Schafen"

Der NABU hat 76 Kreuzfahrtschiffe auf ihre Umweltverträglichkeit untersucht. Ergebnis: Nur ein Schiff ist aus Sicht des Naturschutzbundes zumindest bedingt zu empfehlen - die neue "AIDAnova". (21.08.2018) mehr

Warnemünde: Mega-Kreuzfahrtschiff auf Kiel gelegt

Ein halbes Jahr nach Brennbeginn ist das nach Passagierzahlen größte Kreuzfahrtschiff der Welt in Warnemünde auf Kiel gelegt worden. Es soll später auf dem asiatischen Markt eingesetzt werden. (11.09.2018) mehr

Schifffahrt: Flüssiggas eine Sackgasse?

Eine Studie zeigt, dass sich die Umweltbilanz mit Flüssiggas statt Diesel wohl nicht nachhaltig verbessern werde. Deutschlands größte Kreuzfahrtreederei Aida weist diese Kritik zurück. (26.06.2018) mehr

Rostocker Häfen: Bald Landstromanschlüsse?

Anwohner beklagen seit Jahren die hohen Abgaswerte in Warnemünde. Nun gibt es Pläne, Landstromanschlüsse in den Häfen zu installieren und den CO2-Ausstoß zu verringern. (04.09.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.09.2018 | 18:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

03:25
Nordmagazin
02:13
Nordmagazin
02:33
Nordmagazin