Stand: 19.09.2018 14:28 Uhr

Kein Bürgerentscheid über Königsstuhl-Plattform

In Sassnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen) wird es keinen Bürgerentscheid über die umstrittene Aussichtsplattform am Königsstuhl geben. Das dafür nötige Bürgerbegehren ist offiziell gescheitert. Dies entschieden die Stadtvertreter am Dienstagabend.

Innenministerium hatte Bedenken

Sie begründeten ihre Entscheidung zum einen damit, dass nicht genügend Stimmen für den Entscheid eingereicht worden waren. Außerdem verwiesen sie auf die Bedenken des Innenministeriums als oberste Rechtsaufsichtsbehörde des Landes gegenüber dem Bürgerentscheid. Demnach könne nur die gemeinnützige Gesellschaft, die das Nationalparkzentrum betreibt, über den Bau einer solchen Aussichtsplattform entscheiden.

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Gegner sehen Beeinträchtigung der Natur

Die Stadtvertreter hatten einen Bürgerentscheid bereits im Juni zunächst abgelehnt. Gegen diese Entscheidung hatte die Stadtverwaltung Widerspruch angemeldet. Anschließend korrigierten die Stadtvertreter die Entscheidung. Die geplante, rund sieben Millionen Euro teure Plattform am Wahrzeichen von Rügen ist bei den Insulanern umstritten. Die Gegner des Projekts befürchten, dass der Blick auf die Kreidefelsen und den Königsstuhl leidet. Außerdem vermuten sie, dass die weiche Kreideküste durch die umfangreichen Bauarbeiten in Gefahr geraten könnte.

Planungen laufen weiter

Wie ein Sprecher des Nationalparkzentrums am Mittwoch im Gespräch mit NDR 1 Radio MV sagte, sollen die Planungen für den Bau weiterlaufen. Vertreter der Stadt und das Nationalparkzentrum wollten gemeinsam die Bürger zeitnah über den weiteren Fortgang und die Hintergründe der Entscheidung informieren. Geplant seien Info-Veranstaltungen, die in Kürze stattfinden sollen, hieß es.

Stadtvertreter für Abstieg am Königsstuhl

Ein weiteres Thema der Sitzung am Dienstagabend war der gesperrte Abstieg am Königsstuhl. Die Stadtvertreter sprachen sich mehrheitlich dafür aus, die Treppe zu erhalten oder an anderer Stelle zu errichten. Die Chancen dafür stehen allerdings denkbar schlecht. Das Land hatte diesem Vorhaben bereits vor Monaten aus Kostengründen eine Absage erteilt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.09.2018 | 07:30 Uhr

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