Mehrere Teilnehmende einer Katastrophenschutzübung stehen um eine Krankentransport-Trage herum. © dpa bildfunk Foto: Stefan Sauer

Grenzübergreifende Katastrophenübung offenbart Probleme

Stand: 24.10.2021 11:59 Uhr

Bei einer gemeinsamen Übung haben Rettungskräfte aus Deutschland und Polen auf Usedom verschiedene Katastrophen-Szenarien durchgespielt - und das unter Pandemie-Bedingungen.

Mit dabei waren rund 150 Einsatzkräfte des deutschen und des polnischen Roten Kreuzes. Darüber hinaus auch Einheiten des Landeskatastrophenschutzes, der Medical Task Force und der Freiwilligen Feuerwehr. Auch ein Team der psychologischen Notfallversorgung war vor Ort. Geübt wurde mit Ausbildern und Schauspielern. Die Einsatzkräfte reisten bereits am Freitag aus ganz Mecklenburg-Vorpommern an. Die Szenarien: der Ausbruch einer Pandemie in einem Pflegeheim und ein Schiffsunglück, bei dem giftige Gase die Kaiserbäder bedrohen. Ziel der Übung war es, die Arbeitsabläufe im Ernstfall zwischen den deutschen und den polnischen Einsatzkräften zu verbessern.

Fazit: Gute Zusammenarbeit, aber es gibt Baustellen

Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz. Es gebe dennoch einiges zu verbessern, sagte eine Sprecherin des DRK im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Zum Beispiel habe die Telekommunikation zwischen Deutschen und Polen noch nicht so problemlos geklappt wie erhofft, hier müsste die Technik grenzübergreifend besser abgestimmt werden. Auch die Rettungswege machen den Einsatzkräften Sorgen. Gerade zwischen Swinemünde und Heringsdorf herrscht oft dichter Verkehr. Wegen der Staus an Ampeln und Baustellen bräuchten die Rettungskräfte im Ernstfall zu lange zum Einsatzort.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.10.2021 | 11:00 Uhr

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