Stand: 19.02.2020 16:11 Uhr

Urteil im Prozess um Betrug an Bankautomaten

Wegen mehrfachen Computerbetrugs an Bankautomaten muss ein 30-Jähriger aus Bergen auf Rügen für zwei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Der Mann hatte vor dem Landgericht Schwerin gestanden, Anfang 2015 innerhalb von knapp zwei Monaten 63.500 Euro durch Manipulationen an Automaten in Schwerin abgehoben zu haben. Er nutzte ein Verfahren der Geldautomaten aus. Denn wenn das Geld nach dem Anfordern nicht entnommen wird, zieht es der Automat wieder ein. Die Summe wird dem Konto des Kunden wieder gut geschrieben.

Geld durch Papierbündel ausgetauscht

Die Aufnahme einer Überwachungskamera, die die Polizei Hannover veröffentlicht hat, zeigt eine Person, die auf einen Bankautomaten zugeht. © Polizeidirektion Hannover
Der Angeklagte hat durch Manipulation von Bankautomaten fast 64.000 Euro erbeutet. (Symbolbild)

Der Mann, der in Schwerin lebt, hatte das Geld blitzschnell aus dem Schacht gerissen. Dafür legte er genauso schnell wertlose Pappkarten oder Papierbündel in der Größe von Geldscheinen zurück in den Schacht. Diese wurden dann vom Automaten eingezogen. Die Banken kamen ihm erst spät auf die Schliche. Er soll sich unter anderem Geldkarten von Bekannten geborgt und ihnen einen Anteil versprochen haben. So ging die Polizei anfangs von mehreren Tätern aus.

Spielsucht soll Grund für Betrügerei sein

Als Motiv für seine illegalen Transaktionen - laut Staatsanwaltschaft 175 Fälle - gab der Mann Spielsucht an. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV haben die Banken die entsprechenden Automaten aus dem Verkehr gezogen.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.02.2020 | 17:00 Uhr

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