Stand: 27.06.2019 16:38 Uhr

Eurofighter-Absturz: Bundeswehr will Wracks bergen

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Die Bundeswehr sucht weiter nach Wrackteilen. Auch auf der Spielwiese eines Kindergartens in Nossentiner Hütte wurden sie fündig.

Drei Tage nach dem tödlichen Eurofighter-Unglück bei Malchow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) bereitet die Bundeswehr den Abtransport der beiden Eurofighter-Wracks bei Nossentiner Hütte vor. Wann die Absturzstellen freigegeben werden, ist jedoch noch unklar. Mit einer Suchmannschaft von rund 500 Soldaten sucht die Bundeswehr weiterhin nach Trümmerteilen.

Schweres Gerät wird einsatzbereit gemacht

Zunächst werden nach Angaben der Luftwaffe teils schweres Räum- und Bergegeräte an die Absturzstellen gebracht und einsatzbereit gemacht. Die Bergung soll dann in den kommenden Tagen beginnen. Dazu sollen die Rümpfe der Maschinen zusammen mit den gefundenen Wrackteilen in Laage genau untersucht werden, um die Unfallursache zu ermitteln.

Zeitpunkt der Freigabe noch unklar

Erst wenn alle Trümmerteile gefunden und die Unfalluntersuchungen abgeschlossen sind, können die Absturzstellen freigegeben werden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Solange bleiben auch die Straße zwischen Silz und Jabel, die Dorfstraße in Nossentin, sowie der Fernradweg Berlin-Kopenhagen gesperrt. Die Bundeswehr versicherte jedoch, dass nach der Freigabe Felder und Wälder genauso bedenkenlos nutzbar sein werden wie vor dem Unglück.

Überblick in Bildern: Eurofighter-Absturz in MV

Erkenntnisse zur Ursache frühestens in einer Woche

Die Flugdatenschreiber der beiden abgestürzten Maschinen waren am Dienstag gefunden worden. "Wir richten uns darauf ein, noch über das Wochenende zu bleiben", sagte ein Bundeswehrsprecher. Nach dem Abtransport der Wrackteile muss der Löschschaum entsorgt und möglicherweise Treibstoff aus den Flugzeugwracks aus dem Boden geholt werden. Laut des Brigadegenerals des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, Gerd Kropf, könnten erste Ergebnisse zur Unfallursache Mitte nächster Woche vorliegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.06.2019 | 14:00 Uhr

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