Die Statue Justitia ist im Amtsgericht Hannover zu sehen. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen/dpa

Ermittlungen beim Versorgungswerk der Ingenieure

Stand: 08.10.2021 06:35 Uhr

Wegen fehlgeschlagener Investitionen ermittelt die Staatsanwaltschaft beim Versorgungswerk der Ingenieure. Dort ist von einem "nicht planmäßig gelaufenen Investment" die Rede.

Wegen des Verdachts der schweren Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Schwerin gegen Verantwortliche des Versorgungswerks für Ingenieure. Nach Informationen des NDR haben die Ermittler bereits Büroräume in der Geschäftsstelle Schwerin durchsuchen lassen.

Bis zu drei Millionen Euro Schaden

Rund 1.300 Ingenieure aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bremen zahlen Beiträge für ihre Altersversorgung - an die Ingenieurversorgung Mecklenburg-Vorpommern. Offenbar ist mit einem Teil der Gelder fahrlässig umgegangen worden: Investitionen in Biogas-Anlagen sind gefloppt. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem möglichen Schaden im Millionenbereich - nach NDR Informationen geht es um Verluste von ein bis drei Millionen Euro.

"Nicht planmäßig gelaufenes Investment"

Ermittelt wird gegen drei Mitglieder des Verwaltungsausschusses, der für die Investments verantwortlich ist. Bei den Durchsuchungen Ende September seien Unterlagen und Beweismaterial sichergestellt worden. Das Versorgungswerk der Ingenieure spricht auf Anfrage "von einem nicht planmäßig gelaufenen Investment" - auf die Mittel für die Altersversorgung werde sich das aber kaum auswirken. Die Staatsanwaltschaft erklärte, ein Ende der Ermittlungen sei nicht absehbar, der Ausgang des Verfahrens sei offen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.10.2021 | 06:00 Uhr

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