Stand: 17.04.2020 11:54 Uhr

Corona-Notbetreuung für mehr Kinder in MV

Kinderhände greifen in eine Holzbox mit Stiften. (Kita "Naturtalent" Ludwigslust, MV) © dpa Bildfunk Foto: Jens Büttner/ZB/dpa
In Mecklenburg-Vorpommern werden die Bedingungen für die Notfallbetreuung für Kinder gelockert. (Archivbild)

Die Notbetreuung in Krippen, Kindergärten, Horten und bei Pflegeeltern wird in Mecklenburg-Vorpommern schrittweise ausgeweitet. Vom 27. April an werden mehr Familien die Möglichkeit haben, ihre Kinder in Notgruppen betreuen zu lassen, damit sie selbst wieder arbeiten können. Das gab Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) bekannt. "Die bisherige Kindernotbetreuung wird bis zum 26. April fortgesetzt. Ab dem 27. April wird die Notbetreuung auf weitere systemrelevante Berufs- und Bedarfsgruppen erweitert", so Drese. Sie betonte, dass dies unter Einhaltung der Hygieneregeln und gleichzeitiger Aufrechterhaltung von kleinen Gruppen erfolge.

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Ab dem 27. April gelten auch folgende Berufsgruppen als "systemrelevant":

  • ambulante Pflegedienste
  • veterinärmedizinische Notfallversorgung
  • Krankenkassen
  • notwendige Hilfe- und Schutzangebote der Kinder- und Jugendhilfe
  • Schwangerschaftskonfliktberatung
  • Beratungsstellen Frauen- und Kinderschutz
  • soziale Kriseninterventionseinrichtungen
  • Finanz- und Versicherungswesen
  • Flug- und Schiffsverkehr
  • Kindertageseinrichtungen
  • Post- und Paketzustelldienste
  • Regierungen und Parlamente
  • Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Informationstechnik und Telekommunikation
  • Lehrkräfte an Schulen, Hebammen, Rechtsanwälte sowie Kindertagespflegepersonen, soweit sie für das Funktionieren der kritischen Infrastruktur zwingend notwendig sind

Hotline zur Kindertagesförderung in MV

Folgende Telefonnummer steht für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen zur Verfügung:
(0385) 588-19999
Erreichbar von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.

Mecklenburg-Vorpommern geht zur Ein-Elternteil-Regelung über

Bei Härtefällen können die Jugendämter Ausnahmen genehmigen. Schon bisher zählten Mitarbeiter beispielsweise aus den Bereichen Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Lebensmittelhandel, Stadtwerken, Polizei und Feuerwehr zu den "systemrelevanten" Berufsgruppen. Ein wichtiger Punkt ist, dass es künftig schon ausreichen kann, wenn nur ein Elternteil in einer dieser "systemrelevanten" Berufsgruppen tätig ist. Bisher gilt, dass beide Elternteile dort arbeiten müssen. Eine Einschränkung gilt weiterhin: Anderweitige Betreuungsmöglichkeiten müssen ausgeschlossen sein.

Bisher rund vier Prozent der bis Zehnjährigen in Notfallbetreuung

Die Notbetreuung in Krippen, Kitas, Horten und bei Pflegeeltern wurde in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt für etwa 4.600 Kinder genutzt. Mit Stand Anfang dieser Woche waren damit nach Angaben des Sozialministeriums etwa 4,1 Prozent der landesweit rund 111.500 Kinder im Alter zwischen null und zehn Jahren trotz der coronabedingten Schließung der Betreuungseinrichtungen dort in Obhut.

Bisher keine Corona-Fälle in Kitas

Laut Drese kam es in den Kindertageseinrichtungen des Landes und bei Pflegeeltern bislang nicht zu Corona-Infektionen. "Dies zeigt, dass die Maßnahmen der Jugendämter und der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen gemeinsam mit den Gesundheitsämtern bisher erfolgreich waren. Das ist ein sehr erfreuliches Zwischenfazit", so Drese.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 17.04.2020 | 12:00 Uhr

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