Stand: 25.09.2020 09:49 Uhr

Bentwisch: Adcada stellt Insolvenzantrag

Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nimmt an der Sondersitzung des Finanzausschusses im Bundestag teil. © dpa Bildfunk Foto: Kay Nietfeld
Die Finanzmarktaufsicht BaFin unter Präsident Felix Hufeld hat bei einer Adcada-Anleihe nun eine sofortige Rückabwicklung angeordnet. (Archivbild)

Die Unternehmensgruppe Adcada aus Bentwisch bei Rostock ist zahlungsunfähig. Am Dienstag ist beim Amtsgericht Rostock ein Insolvenzantrag gestellt worden. Das Unternehmen betreibt mittlerweile 16 Tochterfirmen, die unter anderem in den Bereichen Modehandel, Immobilien, Finanzen und sowie in der Produktion von Nasen-Mundschutzmasken aktiv sind.

Fragwürdige Anleihen

In der Vergangenheit ist Adcada mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Im Finanzbereich wurden fragwürdige Unternehmensanleihen angeboten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) warnte mehrfach vor den Anlagen und hat nun bei einer Anleihe eine sofortige Rückabwicklung angeordnet. Diese Rückzahlung, nach einem Medienbericht fast 1,5 Millionen Euro, kann Adcada offenbar nicht leisten.

Sanierungsplan soll geprüft werden

Die Unternehmensgruppe, die nach eigenen Angaben 140 Mitarbeiter beschäftigt, will laut Homepage mit dem Insolvenzverwalter einen Sanierungsplan prüfen und umsetzen. Im Übrigen ermittelt die Rostocker Staatsanwaltschaft gegen die Geschäftsführung der Adcada GmbH wegen des Vorwurfs des Kapitalanlagebetrugs und des unerlaubten Betreibens von Bankgeschäften.

Weitere Informationen
Ein Gebäude mit der Aufschrift "Adcada Park" in Bentwisch (Landkreis Rostock). © NDR Foto: NDR

Maskenproduktion und fragwürdige Finanzgeschäfte

Das Unternehmen Adcada aus Bentwisch bei Rostock stellt seit Neuestem millionenfach Schutzmasken her. Einige Finanzgeschäfte von Adcada stehen unter der Beobachtung von Behörden. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 25.09.2020 | 11:00 Uhr

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