Stand: 14.02.2018 20:50 Uhr

Aschermittwoch: Merkel wirbt für GroKo

Bild vergrößern
Merkel in Demmin: "Es ist nicht die Zeit für 'Mit dem Kopf durch die Wand', sondern es ist die Zeit für Vernunft und Verstand."

Beim politischen Aschermittwoch der CDU in Mecklenburg-Vorpommern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Attacken gegen die politische Konkurrenz verzichtet. "Noch nie gab es nach einem Wahljahr zum Aschermittwoch keine neue Regierung", sagte Merkel am Mittwoch in Demmin. Deswegen seien deutliche Worte mehr angebracht als in anderen Jahren. Es gehe aber nicht darum, "permanent zu fragen, was macht der andere falsch", so die CDU-Vorsitzende weiter.

"Nicht nur das Schlechte beim anderen sehen"

Es gehe nicht um "Verleumdungen und Unterstellungen", sondern "es geht darum, dass wir wieder lernen, uns gegenseitig zu achten, uns zuzuhören und auch das Gute beim anderen zu sehen und nicht nur das Schlechte", verlangte Merkel. Ihre rund 20-minütige Rede nutzte die Kanzlerin vor allem dazu, für den Koalitionsvertrag mit der SPD zu werben.

Merkel verweist Kritiker auf Wirtschaftsministerium

Merkel betonte, die Union habe bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD durchgesetzt, dass die Bürger bei Rekord-Steuereinnahmen entlastet und nicht belastet würden. Sie verstehe Sorgen in der CDU angesichts des Verlustes des Finanzministeriums, sagte die Kanzlerin. Sie verwies aber darauf, dass die CDU bei einer neuen großen Koalition künftig das Wirtschaftsministerium besetze. Sie sei ein wenig verwundert, dass das nichts mehr zähle.

Auch SPD-Chef Scholz wirbt für Koalitionsvertrag

Die Kundgebungen zum Politischen Aschermittwoch werden traditionell zum politischen Schlagabtausch genutzt. In diesem Jahr standen die Veranstaltungen besonders im Zeichen der geplanten Neuauflage von Schwarz-Rot. Der kommissarische SPD-Vorsitzende Olaf Scholz warb im bayerischen Vilshofen für ein Ja der Mitglieder zu dem mit der Union ausgehandelten Koalitionsvertrag.

Politischer Aschermittwoch der Landes-AfD in Schwerin

In Mecklenburg-Vorpommern hatte neben der CDU auch die AfD zum politischen Aschermittwoch geladen. Rund 60 Anhänger kamen in Schwerin zusammen. Der Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm arbeitete sich an der Großen Koalition ab: Die Entscheidungen der SPD in den vergangenen Tagen seien "besser als eine TV-Seifenoper". Bundeskanzlerin Merkel warf er vor, die CDU entkernt zu haben.

Weitere Informationen

"Wir brauchen auch eine CDU nach Angela Merkel"

Aus dem Konservativen Kreis der CDU in MV kommt scharfe Kritik am Koalitionsvertrag. Die CDU riskiere ihren Status als Volkspartei, so Sprecher Ott. Personelle Veränderung an der Spitze sei nötig. mehr

Scholz übernimmt kommissarisch SPD-Vorsitz

Hamburgs Bürgermeister Scholz ist neuer SPD-Chef - aber nur übergangsweise. Am 22. April soll er den Posten nach dem Willen der SPD-Spitze an Andrea Nahles abgeben. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.02.2018 | 19:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

00:34
Nordmagazin

Sportlerehrung im Rostocker Rathaus

24.02.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
28:58
Nordmagazin

Nordmagazin live von der Sportgala

24.02.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin
01:36
Nordmagazin

Das Wetter

24.02.2018 19:30 Uhr
Nordmagazin