Stand: 29.11.2019 06:36 Uhr

Anschlag auf Polizeiautos: Tatverdächtiger gefasst

Nach dem Brandanschlag auf Polizeiautos in Stralsund hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte, sitzt der 61-Jährige nach der Vorführung beim Haftrichter in Untersuchungshaft. In der Wohnung des Mannes in Stralsund wurden Beweismittel sichergestellt, die ihn nach derzeitigen Erkenntnissen mit dem Brandanschlag auf Dienst- und Privatfahrzeuge vor dem Polizeihauptrevier in Verbindung bringen. Die Ermittlungen zu möglichen Motiven dauern an.

Drei Autos beschädigt

Am Dienstagmorgen waren vor dem Stralsunder Polizeirevier mehrere Brandsätze auf Autos geworfen worden. Laut Polizei waren vor dem Revier in der Altstadt fünf Fahrzeuge betroffen, darunter Streifenwagen und private Autos. In drei Fällen zündeten die Brandsätze, so dass drei Wagen stark beschädigt beziehungsweise zerstört wurden. Es gab keine Verletzten. Der Schaden wird auf 40.000 Euro geschätzt.

Innenminister und Gewerkschaft verurteilten Tat

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatten den Brandanschlag scharf verurteilt. Es seien Grenzen überschritten worden, so Caffier. Die GdP forderte im Zusammenhang mit der Tat sichere Parkplätze für Polizisten.

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Stralsund: Ein Privatwagen eines Polizisten wurde bei einem Brandanschlag schwer beschädigt und musste abgeschleppt werden. © dpa-Bildfunk Foto: Stefan Sauer

Caffier nach Brandanschlag: "Grenze überschritten"

In Stralsund haben bislang unbekannte Täter mehrere Brandsätze auf Autos vor dem Polizeihauptrevier geworfen. Innenminister Lorenz Caffier verurteilte die Tat. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 29.11.2019 | 05:00 Uhr

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