Stand: 15.05.2020 14:40 Uhr

53 Schafe bei Strasburg getötet - Wolfsriss?

Ein junger Wolf © NDR Foto: Mario Boldt
Noch ist unklar, ob Wölfe oder Hunde die Tiere gegtötet haben. (Symbolbild)

In Mecklenburg-Vorpommern sind erneut Schafe gerissen worden. In der Nähe von Strasburg (Uckermark) wurden bereits vor drei Wochen 53 getötete Tiere entdeckt. Das teilte das Landwirtschaftsministerium auf Nachfrage von NDR 1 Radio MV erst jetzt mit. Derzeit wird untersucht, ob die Tiere von Wölfen oder Hunden gerissen worden sein könnten. Eine Bestätigung durch ein DNA-Gutachten stehe noch aus, sagte der Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald, Achim Froitzheim. Es sei ein mutmaßlicher Wolfsriss beim Veterinär- und Lebensmittelamt des Kreises angezeigt worden.

Vorfall liegt drei Wochen zurück

Der Vorfall habe sich vor etwa drei Wochen ereignet. Hierbei gehe es um 32 Lämmer und 21 Alttiere, die zwischen dem sogenannten Burgwall und dem Demenzsee bei Strasburg auf einer Koppel standen. Die Tiere waren zur schonenden Landschaftspflege eingesetzt, sagte der Eigentümer der Schafe aus Waldeshöhe bei Jatznick (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Nach seinen Worten könnten auch umherstreunende Hunde seine Schafherde angefallen haben, so wie es vor einiger Zeit schon einmal geschehen sei. Es kämen aber auch Wölfe in Frage, da in den nahegelegenen Wäldern der Brohmer Berge schon mehrere Wölfe gesehen worden seien, so der Halter.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.05.2020 | 16:00 Uhr

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