Zwischen Hamburg und Haiti - Classics

Havanna - Kubas Hauptstadt zwischen Romantik und Elend - seit 20 Jahren

Sonntag, 14. November 2021, 09:34 bis 10:00 Uhr, NDR Info

Ein Mann mit Mundschutz geht an einer Wand mit der Aufschrift "Cuba" vorbei © Guillermo Nova/dpa +++ dpa-Bildfunk Foto: Guillermo Nova

Von Regina Burbach, Matthias Reiche und Anne Demmer, ARD-Studio Mexiko
Moderation: Juliane Eisenführ

Ein Paar auf der Terrasse des Restaurants La Guarida in Havanna, Kuba © Ramon Espinosa/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk Foto: Ramon Espinosa
Havanna war stets ein beliebtes Touristenziel - eine Stadt mit kolonialen Prachtbauten.

Anfang des neuen Jahrtausends hat sich die Sendereihe "Zwischen Hamburg und Haiti" gleich zwei Mal der Karibik-Insel Kuba angenommen. 2001/02 war Fidel Castro noch im Amt, verkörperte mit ungebrochenem Eifer die Ideale der Revolution von 1959. Kuba war ein beliebtes Touristenziel.

Havanna eine Stadt, in der die romantischen amerikanischen Straßenkreuzer und die morbiden Fassaden kolionaler Prachtbauten das Elend, das dahinter lauerte, die Armut und die Prostitution, oft noch überstrahlten. Die bunten Autos, sagt ARD-Korrespondentin Anne Demmer im Gespräch mit Juliane Eisenführ, fahren noch immer. Gehegt und gepflegt von ihren Besitzern. Denn mit ihnen lassen sich Devisen verdienen. Touristen lieben es, in ihnen durch die kubanische Hauptstadt kutschiert zu werden. Touristen - die derzeit allerdings ausbleiben.

Corona und schlechte Beziehungen zu USA halten Touristen aus Kuba fern

Schülerinnen und Schüler mit roten Tüchern tragen Mundschutz in einer Klasse in Havanna, Kuba  - in der Klasse hängt ein Foto von Che Gevara © Ramón Espinosa/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk Foto: Ramón Espinosa
Die Wirtschaftskrise ist wegen der Pandemie und wegen schlechter Beziehungen zu den USA verschärft. Und auch hier tragen Schülerinnen und Schüler Mundschutz in der Klasse.

Wegen Corona und wegen der wieder schlechten Beziehungen zu den USA. Diese Umstände verstärken noch die Wirtschaftskrise, unter denen das Land derzeit leidet. Essen, Wohnen, Produkte des täglichen Bedarfs: Alles ist knapp. Und oft nur mit Devisen zu ergattern.

Prostitution ist nach wie vor verbreitet. Fidel Castro ist inzwischen gestorben, sein Bruder aus dem Amt geschieden. Kein Castro gibt mehr die Richtung an. Aber es ist nichts besser geworden in Havanna - das wird deutlich in dieser Gegenüberstellung der Situation vom Anfang des Jahrtausends und heute.

Mehr Nachrichten

Modell eines Corona-Virus vor dunklem Hintergrund © picture alliance / Zoonar | Alexander Vasilyev Foto: Alexander Vasilyev

Corona-Blog: Omikron-Variante erstmals in Deutschland bestätigt

In München hat sich der Verdacht bestätigt, dass zwei Südafrika-Reisende mit der neuen Variante infiziert sind. Die Corona-News von Sonnabend im Blog. mehr