Stand: 08.08.2022 17:12 Uhr

Ukraine-Krieg: Erster Getreidefrachter erreicht Zielhafen in Türkei

Das Frachtschiff "Polarnet" liegt in einem Hafen im Golf von Izmit. © AP/dpa Foto: Khalil Hamra
Die "Polarnet" hat ihren Bestimmungshafen in der Türkei erreicht.

Erstmals seit Abschluss des internationalen Getreideabkommens hat ein Frachter mit Mais aus der Ukraine seinen Zielhafen in der Türkei erreicht. Das unter türkischer Flagge fahrende Schiff "Polarnet" habe am Montag im Golf von Izmit angelegt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Bisher haben dem türkischen Verteidigungsministerium zufolge zehn Getreideschiffe ukrainische Häfen verlassen. Der Frachter "Razoni" war am Montag vergangener Woche als erster mit dem Ziel Libanon aufgebrochen. Dessen Ankunft verzögert sich jedoch weiter. Zuvor waren Agrarexporte über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen wegen des russischen Angriffskriegs auf das Nachbarland seit Ende Februar blockiert. Die Kriegsgegner unterzeichneten am 22. Juli unter UN-Vermittlung Abkommen, um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen.

Schwere Kämpfe in der Ostukraine

In der ostukrainischen Provinz Donezk toben weiter schwere Kämpfe. Rund um die Städte Bachmut und Awdijiwka seien mehrere russische Angriffe abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab mit. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht. Bei der von russischen Truppen besetzten Großstadt Cherson im Süden startete die ukrainische Armee erneut Gegenangriffe mit Raketen auf eine Brücke über den Fluss Dnipro. Zudem sei die Straße über den Dnipro-Staudamm bei Nowa Kachowka beschossen worden, hieß es. Durch die Beschädigung der Flussquerungen sei der Nachschub für die russischen Truppen auf dem rechten Ufer erheblich gestört.

Guterres verurteilt Angriffe auf AKW in der Südukraine

UN-Generalsekretär Guterres hat die Angriffe auf das Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine verurteilt. Sie seien selbstmörderisch und müssten aufhören, sagte Guterres. Er forderte, Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde Zutritt zu der Anlage zu verschaffen. Das Atomkraftwerk Saporischschja wird von russischen Einheiten kontrolliert. In den vergangenen Tagen wurde es mehrfach beschossen. Dabei brach zeitweise Feuer aus. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich.

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NDR Info | Aktuell | 06.08.2022 | 14:00 Uhr

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