Stand: 21.05.2020 12:20 Uhr

Sonniger Himmelfahrtstag im Norden

Sonnenuntergang an einem Rapsfeld im Dänischen Wohld © Matthias Süßen Foto: Matthias Süßen
Sonnenschein fast im ganzen Norden: Der Himmelfahrtstag kommt mit angenehmen Temperaturen daher.

Die Norddeutschen können sich jetzt über ein paar freie Tage freuen. Die Wetter-Aussichten sind - zumindest für den heutigen Himmelfahrtstag und teilweise auch für Freitag - gut. Damit die Corona-Regeln auch am Feiertag eingehalten werden, kündigte die Polizei Kontrollen an.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert freundliches Wetter für den ganzen Norden. Fast überall scheint die Sonne. "Vielerorts liegen die Temperaturen um 20 Grad, in Niedersachsen sind bis zu 25 Grad möglich", sagte ein DWD-Sprecher im Gespräch mit NDR.de.

Ab Freitag verstärkt Regen möglich

Vorhersage
Blick auf die Außenalster bei diesigem Wetter © NDR Foto: Eduard Valentin

Wie wird das Wetter im Norden?

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Das Vergnügen ist aber nur kurz: Das Wetter kommt am Freitag anfangs oft noch freundlich mit Sonnenschein und nur lockeren Wolken daher. Im Emsland ist es dagegen schon von Beginn an wolkiger und rasch aufkommender Regen, teils schauerartig oder gewittrig. Im Tagesverlauf weitet sich der Regen vom Emsland über die Nordsee langsam nach Osten aus und erreicht am Nachmittag Ostholstein und Westmecklenburg. In Vorpommern ist es noch bis zum Abend trocken. Die Höchstwerte liegen bei 17 Grad in Binz, 20 Grad in Plön, 22 Grad in Aurich bis 25 Grad in Nordhorn. Der Wind frischt gelegentlich böig auf, zum Teil mit Schauern.

Auch am Sonnabend und Sonntag ist im ganzen Norden immer wieder mit Schauern zu rechnen. Die Höchstwerte liegen bei 19 Grad.

"Wer weg will, nimmt das Auto"

Autos stehen vor dem Elbtunnel im Stau (Archivbild). © dpa Foto: Markus Scholz
Rund um Hamburg brauchten Autofahrer Geduld (Archivfoto).

"Wer weg will, wird in diesen Corona-Zeiten wohl das Auto nutzen", sagte ADAC-Sprecher Hans Pieper. Flugzeug und Bahn seien für viele keine Alternative. Besonders viel Verkehr erwartete der ADAC auf den Autobahnen, die an die Küste führen - wie die A1 Hamburg in Richtung Lübeck und die A7 Hamburg in Richtung Flensburg. Rund um den Elbtunnel in Hamburg behindern zudem einige Baustellen den Verkehr. "Aber auch auf der A24 in Richtung Berlin kann es häufiger zu Problemen kommen", sagte Pieper. Sein Tipp: Am besten fahren, wenn nicht alle fahren! Vor allem der Freitag biete sich deshalb an. Die größte Rückreise-Welle steht laut ADAC am Sonntagnachmittag an.

Generell müssen Autofahrer damit rechnen, dass auch am Feiertag und am Sonntag Lastwagen unterwegs sind. Das sonst übliche Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw ist während der Corona-Krise ausgesetzt.

Niedersachsen: Ostfriesische Inseln für Tagestouristen tabu

Eine Möwe fliegt über die Strandkörbe am Strand von Spiekeroog. © dpa - Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Zumindest für Tagesausflüge sind die Strände auf den Nordsee-Inseln über das lange Himmelfahrts-Wochenende gesperrt.

Einigen Politikern im Norden graut angesichts des langen Wochenendes davor, dass sich Heerscharen von Ausflüglern aufmachen. An beliebten Orten könnte es zu Gedränge kommen, sodass die gebotenen Abstandsregeln nicht eingehalten werden.

Deswegen lässt Niedersachsen auf den Ostfriesischen Inseln keine Tagestouristen zu. Urlauber müssen mindestens eine Woche gebucht haben. Das soll schon auf der Fähre kontrolliert werden. Hotels, Pensionen und Jugendherbergen in Niedersachsen öffnen allerdings erst am Montag wieder, bisher sind nur Ferienwohnungen für Touristen offen. Tagesausflüge an die Küste und in den Harz sind dagegen möglich - allerdings noch nicht in den Ostharz, denn der gehört zu Sachsen-Anhalt.

Schleswig-Holstein: Nordsee-Inseln nur mit Übernachtung

Auch Schleswig-Holstein sperrt Top-Ziele wie St. Peter-Ording, Büsum und die Nordsee-Inseln für Tagestouristen. Hier muss mindestens eine Übernachtung gebucht sein. Das Gleiche gilt für Helgoland. An der Ostsee sieht das anders aus: Ein generelles Verbot gibt es nicht, aber sollte es zu voll werden, können der Kreis Ostholstein und die Gemeinden eingreifen. Aber es gebe für Ausflüge trotzdem eine ausreichende Auswahl an attraktiven Zielen, meint Schleswig-Holsteins Tourismus-Minister Bernd Buchholz (FDP). "Für alle Vernünftigen haben wir so viel Platz, dass es am Strand genügend Ecken gibt, wo man auch an Himmelfahrt mit seiner Familie ganz alleine sein kann." Die Polizei kündigte an, ihre Präsenz im ganzen Land insbesondere am Himmelfahrtstag zu erhöhen, um größere Menschenansammlungen zu verhindern und Zugangsbeschränkungen durchzusetzen.

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Auf einem Steg am Ostseestrand Haffkrug geben Pfeile Laufrichtung vor © dpa-Bildfunk Foto: Daniel Bockwoldt

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In Mecklenburg-Vorpommern dürfen noch bis Montag nur Einheimische Urlaub machen, danach auch Urlauber aus anderen Regionen. Tagestourismus bleibt aber vorerst verboten.

Hamburg: Grillen und Picknick verboten

Elbe, Alster und Parks verlocken in Hamburg dazu, die freien Tage im Freien zu verbringen. Grillen und Picknick im öffentlichen Raum sind aber weiter verboten. Gruppen von bis zu zehn Leuten dürfen sich treffen, aber nur, wenn alle Personen aus maximal zwei Haushalten kommen. Zu allen anderen muss der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Weil der Vatertag für einige traditionell mit einer Bollerwagen-Tour verbunden ist, hat die Polizei angekündigt, verstärkt auf Streife zu gehen und zu kontrollieren, ob alle Regeln eingehalten werden - auch wenn der eine oder andere Tropfen Alkohol geflossen sein sollte. 

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An einem Nordseestrand sind zahlreiche geschlossene Strandkörbe zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Sina Schuldt

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Kein Bollerwagenverbot, aber gezielte Kontrollorte: Die Hamburger Polizei berichtet von einem aus ihrer Sicht ereignislosen Himmelfahrtstag. Gastronomen hoffen auf ein gutes Geschäft. mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 19.05.2020 | 14:00 Uhr

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