Stand: 06.05.2022 22:45 Uhr

Coronavirus-Blog: Gastro-Kette soll Corona-Hilfen veruntreut haben

NDR.de hat Sie auch am Freitag, 6. Mai 2022 über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Sonnabend geht es in einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gastro-Kette soll Corona-Hilfen veruntreut haben
  • YouTube-Star Kliemann wehrt sich gegen Vorwurf des "Maskenbetrugs"
  • Ständige Impfkommission rät Risikopatienten zur vierten Impfung
  • Verkürzte Isolation gilt jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen verkürzt Corona-Isolation ab Sonnabend auf fünf Tage
  • Robert Koch-Institut senkt Corona-Risikobewertung von "sehr hoch" auf "hoch"
  • Medienbericht: Gesetzentwurf für Triage-Regelung wird konkreter
  • Bestätigte Neuinfektionen im Norden: 11.182 in Niedersachsen, 3.903 in Schleswig-Holstein, 3.426 in Hamburg, 724 in Mecklenburg-Vorpommern und 733 im Land Bremen
  • RKI: Bundesweit 85.073 neue Corona-Fälle registriert - Inzidenz bei 553,2

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


22:45 Uhr

Corona-Blog am Freitag endet

Das war's für heute mit der aktuellen Berichterstattung über die Folgen der Corona-Pandemie in Norddeutschland. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Morgen früh sind wir mit einem neuen Blog wieder für Sie da.


21:17 Uhr

RKI-Chef Wieler traut Bürgern mehr Eigenverantwortung zu

Der Präsident der Robert Koch-Instituts hält die Corona-Pandemie nicht für beendet, traut den Bürgern aber mehr Eigenverantwortung zu. "Nein, die Pandemie ist natürlich nicht vorbei", sagte Lothar Wieler beim Kongress der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zum Thema "Sind die Gefahren der Covid-19-Pandemie gebannt?" Dennoch habe das RKI am Donnerstag zu Recht das pandemische Risiko von "sehr hoch" auf "hoch" heruntergestuft. Für diese Einstufung seien drei Faktoren entscheidend, erklärte Wieler: die Infektionsdynamik, die Krankheitsschwere und die Belastung des Gesundheitssystems. "Und all diese Signale sind positiv." Auch die Verkürzung der Isolationsdauer nach einer Infektion auf fünf Tage sei verantwortbar, sagte Wieler. Empfehlungen müssten sich der Situation anpassen. Inzwischen sei es in Ordnung, manche Maßnahmen weniger stringent durchführen als zu Beginn der Pandemie. "Nicht nur weil wir müde sind, sondern weil wir alle wissen, wie wir uns schützen können und mit dem Risiko besser umgehen können."


20:19 Uhr

Basketball: Braunschweigs Spiel gegen Alba Berlin abgesagt

Wegen mehrerer Corona-Fälle bei den Basketball Löwen Braunschweig ist das für Sonntag angesetzte Bundesligaspiel des Clubs gegen den deutschen Meister Alba Berlin abgesagt worden. Das teilten die Braunschweiger am Abend mit.  "Wir hätten dieses Spiel unglaublich gerne bestritten und haben alles abgewogen sowie sämtliche Szenarien durchgespielt. Schweren Herzens sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass es unter diesen Umständen nicht möglich ist, das Spiel auszutragen", sagte Geschäftsführer Nils Mittmann. Eine Neuansetzung der Begegnung ist aus terminlichen Gründen nicht möglich. Daher wird die Abschlusstabelle nach der Quotientenregel berechnet.


19:55 Uhr

YouTube-Star Kliemann wehrt sich gegen Vorwurf des "Maskenbetrugs"

Hat der YouTube-Star und Unternehmer Fynn Kliemann aus Niedersachsen bei dem Verkauf von Corona-Masken Kunden hinters Licht geführt? Jan Böhmermann erhebt in der Sendung "ZDF Magazin Royale" den Vorwurf des "Maskenbetrugs". Kliemann weist die Anschuldigungen zurück, räumt aber auch Fehler ein.


18:08 Uhr

724 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden binnen eines Tages 724 neue Corona-Infektionen registriert. Das sind 366 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen sinkt weiter auf 367,1 (Vortag: 390,6), vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 560,4. 29 Covid-Patienten wurden landesweit auf Intensivstationen behandelt. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 1,9. Vier weitere Menschen starben an oder mit einer Covid-19-Erkrankung.


17:13 Uhr

Ermittlungen wegen Millionen-Betrugs mit Corona-Hilfen

Etwa 350 Beamte von Polizei und Zoll haben rund 40 Objekte durchsucht - unter anderem in Hannover. Grund sind Ermittlungen gegen zwei Gastronomieunternehmen. Sie sollen den Staat um mehrere Millionen Euro betrogen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover mit. Drei von fünf Beschuldigten sitzen den Angaben zufolge inzwischen in Untersuchungshaft. 


16:55 Uhr

Niedersachsen verkürzt Corona-Isolation ab morgen auf fünf Tage

Wer sich mit dem Coronavirus angesteckt hat, muss von morgen an in Niedersachsen nur noch fünf Tage lang in Isolation. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen in den 48 Stunden vor Ende der Frist symptomfrei sind. Das hat das Gesundheitsministerium in Hannover heute mitgeteilt. Damit setzt die Landesregierung wie erwartet eine Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) um. Niedersachsens zuständige Ministerin Daniela Behrens (SPD) betonte allerdings, sie empfehle allen Betroffenen, ihre Isolation erst nach einem negativen Schnelltest zu beenden, um andere vor einer Ansteckung zu schützen. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen sowie in Alten- und Pflegeeinrichtungen bleibt ein negativer Test für die Wiederaufnahme der Arbeit verpflichtend.

Die Quarantänepflicht für Kontaktpersonen wird aufgehoben. Stattdessen wird dringend dazu aufgerufen, sich fünf Tage selbst zu testen und die eigenen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.


16:14 Uhr

Studie aus drei Bundesländern: Kein Suizidanstieg in Pandemie

Während der Corona-Pandemie hat es laut einer Studie mit Daten aus drei Bundesländern, darunter Schleswig-Holstein, bislang keinen Anstieg der Suizidrate gegeben. Das geht aus einer im "Ärzteblatt" veröffentlichten Untersuchung hervor, die den Zeitraum bis Ende 2021 betrachtet. Die drei Wissenschaftler aus Leipzig und Ulm hatten Daten zu Suizidfällen der polizeilichen Kriminalstatistiken von Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein im Zeitraum Januar 2017 bis Dezember 2021 untersucht. Die Forscher schränken ein, dass die ausgewerteten Daten "als vorläufig zu betrachten sind und für die vorliegende Studie nur für drei Bundesländer im erforderlichen Umfang verfügbar waren".

In ihrer Untersuchung werteten die Forscher Statistiken aus den drei Bundesländern mit rund 11 Millionen Einwohnern aus. Demnach wurden bei Männern - über alle Altersgruppen hinweg betrachtet - in den beiden Pandemiejahren 2020 und 2021 sogar etwas weniger Suizide registriert als in den drei Jahren zuvor. Allerdings war der Rückgang nicht statistisch signifikant. Auch bei den Frauen gab es keine belastbare Veränderung der Suizidzahl. Bei Kindern und Jugendlichen zeigte sich in der untersuchten Stichprobe ebenfalls keine erhöhte Suizidrate. Da in diesem Altersbereich vergleichsweise niedrige Suizidraten vorliegen, sind Anstiege aber schwer messbar, wie die Autoren der Studie betonten.

  • Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter telefonseelsorge.de.


14:36 Uhr

US-Arzneimittelbehörde begrenzt Einsatz des Impfstoffs von Johnson & Johnson

Die US-Arzneimittelbehörde FDA begrenzt den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Nach einer Untersuchung der FDA zur Wahrscheinlichkeit von Blutgerinnseln nach der Injektion hält die Behörde es einer Mitteilung zufolge für gerechtfertigt, die Zulassung zu limitieren. Nur Menschen, für die andere Impfstoffe nicht zugänglich oder verträglich sind oder jenen, die sich sonst nicht impfen lassen würden, solle das Mittel künftig noch verabreicht werden. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) das Vakzin von Johnson & Johnson nur noch für Menschen ab 60 Jahren. Das Mittel wurde in den vergangenen Monaten im Vergleich zu anderen Impfstoffen nur selten verwendet.

Weitere Informationen
Ein Arzt impft einer Person in den Oberarm. © colourbox Foto: -

Corona-Impfung mit neuem Biontech-Booster

Die Corona-Zahlen steigen wieder. Wer braucht jetzt eine Booster-Impfung - und wie wichtig ist die Grippeschutzimpfung? mehr


14:13 Uhr

Alkoholmissbrauch: Weniger Kinder und Jugendliche im Krankenhaus

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie sind infolge der Kontaktbeschränkungen deutlich weniger Menschen wegen Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus gekommen. 2020 wurden in Deutschland 12.200 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 20 Jahren deswegen stationär behandelt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 39,7 Prozent weniger als im Jahr 2019. Über alle Altersgruppen hinweg wurden im Jahr 2020 mit 76.200 Fällen im Vergleich zu 2019 rund 23,8 Prozent weniger Krankenhausbehandlungen wegen akuter Alkoholvergiftung registriert. Ein Rückgang ist nach Angaben des Bundesamtes in allen Altersgruppen zu beobachten, er fällt aber in der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen (minus 41,7 Prozent) und bei den 20- bis unter 25-Jährigen (minus 41,5 Prozent) am höchsten aus. Trotz Corona-bedingt sinkender Fallzahlen sei das Risiko einer Alkoholvergiftung bei Jugendlichen nach wie vor besonders groß, hieß es.


12:54 Uhr

Hamburg: Stadt unterstützt den Sportbereich mit 38 Millionen Euro

Die Stadt Hamburg hat den Sport seit Beginn der Corona-Pandemie mit insgesamt 38 Millionen Euro unterstützt. 10,2 Millionen Euro flossen laut Sportsenator Andy Grote (SPD) als Zuschüsse direkt in den Sport, 1,7 Millionen Euro gingen als günstige Darlehen an die Sportanbieter. Außerdem förderte die Stadt über sogenannte Starter-Gutscheine die Bemühungen der Vereine, wieder Menschen zurückzuholen, die während der Pandemie ihre Mitgliedschaften gekündigt haben. Bei rund 17.000 von insgesamt 34.000 ausgetretenen Menschen hatte das Erfolg. Die erfolgreiche Kampagne soll weiterlaufen und wird mittlerweile auch von anderen Bundesländern kopiert. Geld, das nicht aus den Corona-Nothilfefonds abgefordert wurde, wird nach Angaben Grotes nun genutzt, um Clubs zu unterstützen, die spezielle Angebote für Geflüchtete aus der Ukraine machen. 


12:36 Uhr

Niedersachsen: Behörden kontrollieren Impfpflicht im Gesundheitswesen konsequent

Das Land Niedersachsen kontrolliert die seit Mitte März geltende Corona-Impfpflicht für Mitarbeitende in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Arztpraxen konsequent und geht Verstößen nach. Generell sei allerdings eine hohe Impfbereitschaft des Personals vorhanden, so eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover. Nur knapp fünf Prozent der Beschäftigten seien bisher unvollständig oder gar nicht gegen Corona geimpft. Das entspricht landesweit etwa 11.000 Beschäftigen. Viele zunächst beanstandete Fälle hätten sich bereits erledigt, weil Impfnachweise nachgereicht worden seien oder sich Meldungen als fehlerhaft erwiesem haben, so das Sozialministerium. Die Prüfung der übrigen gemeldeten Fälle laufe derzeit weiter. Rund 9.000 Beschäftigte seien aufgefordert worden, die Impfungen nachzuholen. Ministerin Daniela Behrens (SPD) betonte, die Impfung der Beschäftigten diene nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch dem Schutz der Patientinnen und Patienten oder Pflegebedürftigen.


11:49 Uhr

Industrieproduktion in Deutschland ist deutlich zurückgegangen

Die deutsche Industrie leidet aktuell unter den Folgen des Ukraine-Kriegs, aber auch weiter unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden sank die Produktion im Produzierenden Gewerbe im März um 3,9 Prozent verglichen mit Februar und um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Einen stärkeren Rückgang innerhalb eines Monats gab es zuletzt inmitten der Corona-Krise im April 2020 mit minus 18,1 Prozent. Viele Unternehmen hätten wegen gestörter Lieferketten weiterhin Probleme beim Abarbeiten ihrer Aufträge, teilte das Statistikamt heute mit. Mit Bezug auf das Münchner Ifo-Institut hieß es, dass im März gut 80 Prozent der befragten Industrieunternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen klagten.


11:19 Uhr

Medienbericht: Gesetzentwurf für Triage-Regelung wird konkreter

Der Gesetzentwurf für den Fall einer sogenannten Triage von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird offenbar konkreter. Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichten, soll es bei knappen Klinik-Kapazitäten künftig rechtlich möglich sein, eine intensivmedizinische Behandlung zugunsten eines Patienten mit einer höheren Überlebenschance abzubrechen. Voraussetzung dafür sei die Zustimmung von mehreren Fachärzten. Bei einer Triage muss entschieden werden, welche Patienten zuerst behandelt werden, wenn die Hilfe nicht für alle möglich ist. Laut Bundesverfassungsgericht müssen vor allem Menschen mit Behinderungen in solchen Situationen besonders geschützt werden. Es mahnte eine gesetzliche Regelung an. Anlass für das Urteil waren die zu Beginn der Corona-Pandemie veröffentlichten "klinisch-ethischen Empfehlungen" der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.


10:34 Uhr

Ständige Impfkommission rät Risikopatienten zur vierten Impfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen zu einer vierten Impfung gegen das Coronavirus aufgefordert. "Wir müssen damit rechnen, dass das Infektionsrisiko im Herbst wieder ansteigt“, sagte Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Über 70-Jährige und solche mit besonderem Risiko für eine schwere Erkrankung sollten daher jetzt die Zeit nutzen, ihren Schutz durch eine vierte Impfung zu verbessern. Es gebe mittlerweile weitere Daten, die belegten, dass ein zweiter Booster für diese Gruppe sehr sinnvoll sei, betonte der Stiko-Vorsitzende. "Ältere und andere Risikogruppen sollten nicht darauf warten, bis ein an die Omikron-Variante angepasster Impfstoff kommt." Das soll laut der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA spätestens Ende September der Fall sein. Eine "vierte Impfdosis für alle" sieht Mertens skeptisch, sagte aber auch: "Für den Fall, dass eine Variante auftauchen sollte, die deutlich krankmachender ist als Omikron und unter Umständen sogar Delta, könnte im Herbst eine vierte Impfung für alle nötig werden."


09:37 Uhr

Robert Koch-Institut senkt Corona-Risikobewertung

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Risikobewertung für die Gefahren durch die Corona-Pandemie abgesenkt. Wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilt, wurde die Risiko-Einstufung von "sehr hoch" auf "hoch" geändert. Das Risiko für eine schwere Erkrankung lasse sich durch eine Grundimmunisierung durch eine zweimalige Impfung in Verbindung mit einer Auffrischungsimpfung "wesentlich reduzieren", heißt es zur Begründung. "Die aktuell dominante Omikronvariante, insbesondere BA.2, hat sich deutlich schneller und effektiver verbreitet als die bisherigen Virusvarianten, jedoch kam es nicht in gleichem Verhältnis zu einer Erhöhung schwerer Erkrankungen und Todesfälle wie in den vorherigen Infektionswellen", erklärte das RKI weiter. Es bleibe aber weiter wichtig, sich an Vorsichtsmaßnahmen wie das Abstandhalten und Masketragen zu halten.


09:13 Uhr

Ifo-Institut: Deutlich weniger Menschen in Kurzarbeit

Die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit ist angesichts der andauernden Erholung von den Corona-Maßnahmen im vergangenen Monat deutlich gesunken - vor allem in kontaktintensiven Branchen wie dem Gastgewerbe. Wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte, waren im April 426.000 Menschen in Kurzarbeit - das sind 1,3 Prozent der Beschäftigten. Im März waren es noch 696.000 (2,1 Prozent) gewesen. Im Gastgewerbe sank die Zahl von 196.000 Menschen in Kurzarbeit auf zuletzt noch 90.000, das war ein Rückgang von 18,4 auf 8,5 Prozent der Beschäftigten. Vor der Corona-Pandemie hatte die Zahl der Kurzarbeitenden im Februar 2020 bei 134.000 gelegen. Im März 2020 war sie sie auf 2,6 Millionen gesprungen und im April 2020 hatte sie den Rekordwert von sechs Millionen erreicht, so das Ifo-Institut.


08:36 Uhr

Hamburg: Entscheidung über Schlagermove, CSD und Harley Days steht an

Wegen der Corona-Pandemie waren auch in Hamburg viele Großveranstaltungen 2020 sowie im vergangenen Jahr abgesagt worden. Jetzt deutet aber vieles darauf hin, dass im Sommer wieder mehr möglich ist. Der City-Ausschuss der Bezirksversammlung Mitte stimmt am kommenden Dienstag darüber ab, ob der Schlagermove (1./2. Juli), die Harley Days (24.-26. Juni) und der Umzug zum Christopher Street Day (6. August) stattfinden können. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung Mitte, Oliver Sträter, sagte zu NDR 90,3, er sei guter Dinge, dass es mit dem Feiern in diesem Jahr wieder klappe. 


08:16 Uhr

Experte: Maske ist weiter wichtiges Instrument gegen Ansteckung

Mit dem Wegfall der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen ändern sich einmal mehr die Gegebenheiten im Kampf gegen das Coronavirus. Viele Menschen sind froh, dass sie nun vielerorts selbst entscheiden können, ob sie eine Maske tragen wollen oder nicht. Der Wegfall der Maskenpflicht habe aber einen negativen Effekt auf das allgemeine Infektionsgeschehen, sagt der Physiker Dirk Brockmann von der HU Berlin. Die Gefahr, sich anzustecken, sei ohne Maske höher. Obwohl die Inzidenzzahlen aktuell schwanken und nach Expertenmeinung auch das Infektionsgeschehen nicht mehr so gut abbilden wie in der Vergangenheit, ließen sich Trends und Dynamik aber noch immer ableiten, so Brockmann. Deshalb sei es - auch im Hinblick auf den Herbst und die dann erwartete nächste Corona-Welle - wichtig, die Inzidenzen weiter zu betrachten und wichtige Informationen daraus abzuleiten.


07:37 Uhr

Hamburg: Weniger los bei Demos von extremistischen Corona-Maßnahmengegnern

Vor dem Hintergrund des Wegfalls der meisten Corona-Einschränkungen bröckelt auch die Teilnehmerzahl bei den Demonstrationen des Umehr-Vereins in Hamburg, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Schon in den vergangenen Wochen seien immer weniger Menschen bei den Versammlungen gegen die Corona-Einschränkungen dabei gewesen, so der Sprecher des Landesamts für Verfassungsschutz, Marco Haase. Für morgen habe der Verein erneut eine Demo an der Kunsthalle angemeldet - mit bis zu 3.000 Teilnehmern. Der Verfassungsschutz rechne aber mit deutlich weniger Menschen. Zuletzt seien es noch etwa 1.500 gewesen. Das Landesamt hatte Umehr Ende Februar zum Beobachtungsobjekt erklärt. "Die Verfassungsfeindlichkeit des Vereins ergibt sich aus der offen artikulierten Feindschaft gegenüber dem demokratischen Verfassungsstaat", sagte Haase. Wer bei den Umehr-Demos mitlaufe, "steht Seite an Seite mit Extremisten, mit erklärten Feinden unserer Demokratie".


06:01 Uhr

Bundesweite Inzidenz nun bei 553,2 - 85.073 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz heute mit 553,2 an. Gestern hatte der Wert bei 566,8 gelegen (Vorwoche: 758,5 / Vormonat: 1.322,2). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI 85.073 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 101.610) und 214 Todesfälle (Vorwoche: ebenfalls 214) innerhalb eines Tages.


05:52 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: Kürzere Isolation gilt ab heute

Corona-Infizierte können in Mecklenburg-Vorpommern von heute an bereits nach fünf Tagen ihre Isolation beenden. Bisher war dies frühestens nach sieben Tagen mit einem Negativ-Test möglich. Der Test ist nun nicht mehr nötig, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Es werde aber "dringend empfohlen", sich täglich zu testen und die "Isolation erst bei einem negativen Testergebnis zu beenden". Voraussetzung für die kürzere Isolationszeit ist nach Angaben von Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD), dass die Betroffenen mindestens 48 Stunden symptomfrei sind.

Eine Ausnahme gilt für Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie im Bereich der Eingliederungshilfe. Sie müssen Drese zufolge für die Wiederaufnahme ihrer Arbeit nach einer Corona-Infektion nicht nur symptomfrei sein, sondern zusätzlich ein negatives Testergebnis vorlegen.


05:50 Uhr

Inzidenz in Niedersachsen fällt weiter: 11.182 Neuinfektionen registriert

Niedersachsen ist weiterhin das Bundesland mit der zweithöchsten Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Die Inzidenz liegt heute bei 773,5, gestern betrug sie 799,1. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete 11.182 Neuinfektionen in Niedersachsen.


05:45 Uhr

RKI verzeichnet 3.426 Neuinfektionen für Hamburg

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Hamburg 3.426 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag: 2.084). Den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt das RKI heute mit 522,8 an (Vortag: 505,0). Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt am Dienstag bei 885,7. 

Weil die Hamburger Sozialbehörde Anfang Mai ihre bisher tägliche Veröffentlichung der Corona-Daten eingestellt hat, veröffentlicht der NDR nun im Corona-Ticker täglich die aktuellen Zahlen des RKI. Die Gesundheitsbehörde der Hansestadt teilt nur noch einmal wöchentlich - jeweils dienstags - eine Aktualisierung zur Sieben-Tage-Inzidenz sowie der Krankenhaus-Auslastung mit. Diese Daten und Werte können von denen des RKI abweichen.


05:45 Uhr

Schleswig-Holstein meldet 3.903 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter. Aktuell liegt der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 812,8 - nach 842,4 am Vortag. Das ist der höchste Wert aller 16 Bundesländer. Innerhalb eines Tages wurden landesweit 3.903 positive PCR-Tests registriert. Zu beachten ist bei diesen Zahlen: Die Corona-Datenlage wird nach Einschätzung von Expertinnen und Experten zurzeit unter anderem wegen der geringer werdenden Tests ungenauer.


05:40 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

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Eine junge Frau hält ein Tablett-PC auf dem man den NDR-Info Newsletter sieht. © NDR Foto: Christian Spielmann

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05:40 Uhr

Willkommen beim Live-Ticker zur Corona-Lage am Freitag

Die Redaktion von NDR.de wünscht einen guten Morgen! Mit unserem Live-Ticker wollen wir Sie auch heute - am Freitag, 6. Mai 2022 - über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die Ereignisse von gestern können Sie im Blog von Donnerstag nachlesen.

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