Erdbeeranbauer Sghir Chriet mit Erdbeeren in der Hand. © ARD Foto: Dunja Sadaqi

Bittere Erdbeeren - Saisonkräfte aus Afrika schuften für Europa

Sendung: NDR Info Hintergrund | 30.06.2021 | 20:33 Uhr | von Dunja Sadaqi - Reinhard Spiegelhauer
15 Min | Verfügbar bis 29.06.2022

Auf spanischen Erdbeerfeldern arbeiten Erntehelfer aus Marokko. Der Preisdruck von Supermärkten wirkt sich auf die Arbeitsbedingungen aus.

Aus der südspanischen Provinz Huelva werden pro Jahr rund 300.000 Tonnen Erdbeeren exportiert, ein großer Teil davon nach Deutschland. Die Ernte wäre ohne ausländische Helferinnen und Helfer nicht machbar. Viele kommen aus Marokko.

Mehrere Monate Erdbeeren-Pflücken für den europäischen Gaumen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten - das ist die Idee. Billige Arbeitskräfte für spanische Feldbesitzer und ein legales, erfolgreiches Migrationsprojekt, bei dem die Arbeiter*innen mehr Geld verdienen als in der Heimat.

Doch es gibt Kritik. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Saisonkräfte seien zum Teil menschenunwürdig. Vor Jahren machten Missbrauchsskandale Schlagzeilen. Landwirte wiederum klagen, sie würden von Lebensmittelketten unter Druck gesetzt - auch von deutschen, mit vorgegeben Preisen, zu denen sie eigentlich gar nicht produzieren könnten. Einblicke in die moderne Obstproduktion und deutsche Konsumgewohnheiten.

Die Shownotes zur Folge:
https://www.srf.ch/news/wirtschaft/erntehelferinnen-aus-marokko-der-bittere-nachgeschmack-der-suessen-erdbeeren-aus-spanien

Eine Erdbeere in einem Erdbeerfeld. © ARD Foto: Dunja Sadaqi

Bittere Erdbeeren - Saisonkräfte aus Afrika schuften für Europa

Erdbeerernte in Spanien ist ohne Erntehelfer*innen nicht machbar. Dumpinglöhne führen zu Kritik. mehr