Ein Elektroauto an einer Ladestation. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Abgasskandal, E-Auto-Fluch, Corona: Perspektiven der Autoindustrie

Sendung: NDR Info Hintergrund | 15.04.2021 | 20:33 Uhr | von Markus Plettendorf
15 Min | Verfügbar bis 14.04.2022

Trotz Gewinnbilanzen: den deutschen Autobauern macht der Strukturwandel zu schaffen. Profitable Wertschöpfungsketten fehlen.

Umsatzeinbruch, Stellenabbau, Gewinnwarnungen. Noch vor wenigen Monaten schien die deutsche Schlüsselindustrie in einer schweren Krise zu stecken. Umso mehr überraschen jüngste Gewinnmeldungen bei BMW, Daimler und Volkswagen. Man habe in der Corona-Krise relativ schnell reagiert und Kosten reduziert, analysiert Autoexperte Stefan Bratzel die Gewinnbilanzen der deutschen Automobilhersteller.

Dennoch: Der Strukturwandel in der Branche macht den Autobauern zu schaffen. Ein Problem dabei: Der Umstieg zur Elektromobilität vollzieht sich mittlerweile schneller als gedacht. Der technologische Wandel kostet die Hersteller viel Geld, das sie aus verkauften Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren finanzieren müssen. Diese Rechnung geht in der Corona-Krise nur selten auf. Außerdem haben deutsche Hersteller nach Meinung vieler Branchenexperten den technologischen Umstieg bislang nur unzureichend bewältigt. Um die Wertschöpfungskette für eine neue „Auto-Mobilität“ zu entwickeln und zu gestalten, sind neue Kooperationen notwendig, auch mit Unternehmen außerhalb der Autobranche.

In einer Produktionsstraße von Volkswagen wird das Elektroauto ID.3 hergestellt. © Volkswagen AG

Abgasskandal, E-Auto-Fluch und Corona

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