Stand: 08.09.2020 17:58 Uhr

Hamburger Flughafen: Millionenverluste befürchtet

Der Hamburger Flughafen stellt sich wegen der Corona-Pandemie auf hohe Millionenverluste auch in den kommenden Jahren ein. Nach Schätzung von Flughafenchef Michael Eggenschwiler könnte das Minus bis 2023 bis zu 250 Millionen Euro betragen.

VIDEO: Hamburger Flughafen rechnet mit Verlusten (1 Min)

Passagierzahlen sinken

Die Abflughalle des Hamburger Flughafen.
Leere Hallen wegen der Corona-Krise am Hamburger Flughafen: Der Airport-Chef rechnet mit hohen Verlusten. (Archivbild)

Konkrete Prognosen dazu seien allerdings schwierig, weil sich die Lage derzeit nahezu täglich ändere, sagte Eggenschwiler am Dienstag bei einer Anhörung im Rathaus. Nach einem Anstieg der Passagierzahlen im Sommer geht es jetzt eher wieder bergab - was Eggenschwiler vor allem auf neue Risikogebiete und strengere Quarantäneregeln für Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer zurückführt.

Steuerzahler müssen womöglich für Verluste aufkommen

2023 werde der Helmut-Schmidt-Flughafen erst wieder 80 Prozent des Vorkrisen-Niveaus erreichen, so Eggenschwilers Prognose. Der Stadt Hamburg gehören rund 50 Prozent am Flughafen - deshalb muss möglicherweise auch der Steuerzahler für die Verluste aufkommen.

Zeiten guter Ergebnisse für Flughafen vorbei

Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) erklärte, die Zeiten seien vorbei, in denen der Airport dauerhaft gute Ergebnisse für den Haushalt der Stadt erwirtschaftet hat. Neben Corona macht er dafür auch die zunehmenden Konkurrenz der Fluggesellschaften verantwortlich.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.09.2020 | 17:00 Uhr

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