Stand: 22.08.2018 08:34 Uhr

Wildgehege Klövensteen: Großer Umbau vom Tisch

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Das Wildgehege Klövensteen in Rissen sollte ausgebaut werden.

Der große Umbau des Wildgeheges Klövensteen in Rissen ist offenbar geplatzt. Die SPD im Bezirk Altona beugt sich der Initiative "Der Klövensteen soll leben!".

Umbau sollte 33 Millionen Euro kosten

Der Masterplan des Bezirksamts Altona und des Fördervereins Klövensteen war offenbar zu revolutionär: Für 33 Millionen Euro wollte er aus dem verschlafenen Wildgehege einen Naturwildpark mit Waldschule machen, mit einem Wolfsgehege hinter Glas, einer Waldbühne und einer Restaurant-Terrasse.

"Nicht vermittelbar"

Altonas SPD-Spitze um Mathias Petersen und Thomas Adrian erklärte jetzt: "Der Masterplan für das Wildgehege Klövensteen ist für uns politisch vom Tisch." Er sei der Bevölkerung nicht vermittelbar. Altonas Grüne lehnen ihn schon länger ab. Es klinge zu sehr nach Freizeitpark, sagte Fraktionschefin Gesche Boehlich. Auch die CDU ist skeptisch. Eine kleinere Sanierung des Wildparks, etwa des holprigen Parkplatzes, wollen Altonas Parteien aber weiter vorantreiben.

Die Initiative "Der Klövensteen soll leben!" ist erfreut über das Aus für den großen Umbau: "Wir freuen uns, dass die Bedenken der Rissener und der Umweltverbände endlich Gehör finden", sagte Sprecher Thure Timmermann im Gespräch mit NDR 90,3. Trotzdem wolle die Intitiative ihr Bürgerbegehren vorstellen. Davon rückt sie erst ab, wenn die Bezirksversammlung den Masterplan Klövensteen kippt.

Weitere Informationen

Klövensteen: Zu Besuch bei Ponys und Rehen

Das Waldgebiet in Hamburgs Westen ist ideal für Radtouren und Spaziergänge. Eine Besonderheit ist das Wildgehege mit Uhus, Wildschweinen und Rehen. Der Eintritt ist kostenlos. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.08.2018 | 09:00 Uhr

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