Schüler einer 7. Klasse der Max-Schmeling-Stadtteilschule sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum. © picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Wechselunterricht an Hamburgs Schulen wird ausgeweitet

Stand: 29.04.2021 12:35 Uhr

In Hamburg wird der Wechselunterricht für weitere Kinder ermöglicht. Nach den Maiferien sollen alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen zumindest zeitweise in die Schulen zurückkehren.

"Da die rund 9.000 Abiturientinnen und Abiturienten seit Ende April keinen Unterricht mehr haben, wollen wir diesen Spielraum nutzen und nach den Maiferien ab dem 17. Mai 2021 allen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 an Stadtteilschulen und Gymnasien den Wechselunterricht in der Schule und zu Hause ermöglichen", erklärte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Donnerstag. Gerade jüngere Schülerinnen und Schüler seien auf die Begleitung und Anleitung durch Lehrkräfte sowie Pädagoginnen und Pädagogen angewiesen.

21.000 Schüler profitieren

Durch die neue Maßnahme können weitere rund 21.000 Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen. Derzeit ist der Wechselunterricht noch beschränkt auf die Schülerinnen und Schüler der Klassen der Grund- und Sonderschulen sowie auf die Abschlussklassen - konkret sind das die Klassenstufen Vorschule und 1 bis 4, die Klassenstufen 6, 10 und 12 an den Gymnasien sowie die Klassenstufen 9, 10 und 13 an den Stadtteilschulen.

Wechselunterricht bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler die Hälfte aller Unterrichtsstunden in einer halbierten Klassengruppe in der Schule lernen, die andere Hälfte der Unterrichtsstunden lernen sie zu Hause im Distanzunterricht.

Präsenzpflicht bleibt aufgehoben

Kinder und Eltern können das neue Angebot wahrnehmen, sind dazu aber nicht verpflichtet. Die Präsenzpflicht bleibt weiterhin aufgehoben. Wenn Eltern beispielsweise aufgrund erheblicher gesundheitlicher Risiken im Familienkreis Bedenken gegen den Wechselunterricht haben, können ihre Kinder auch weiterhin im reinen Distanzunterricht zu Hause lernen. Die Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass weniger als zwei Prozent von dieser Ausnahmeregelung Gebrauch machen, so die Behörde.

Die Corona-Maßnahmen in den Schulen gelten weiterhin. So müssen sich zum Beispiel alle Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche mit einem Schnelltest selbst testen. Wer den Test verweigert, darf die Schule nicht betreten und lernt weiterhin im Distanzunterricht zu Hause. Die Beschäftigten der Schulen testen sich drei Mal pro Woche. Alle Beteiligten müssen in der Schule durchgängig eine medizinische Maske tragen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.04.2021 | 13:00 Uhr

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