Stand: 17.04.2018 17:29 Uhr

Verordnung soll Mieter in Eimsbüttel schützen

Hamburg wird aktiv im Kampf gegen steigende Mieten und Verdrängung in Eimsbüttel, Hoheluft-West und Stellingen-Süd. Am Mittwoch tritt eine Soziale Erhaltungsverordnung in Kraft, die die rund 64.000 Einwohner in den drei Gebieten schützen soll. Hamburgweit ist es bereits die 11. Soziale Erhaltungsverordnung, insgesamt sind rund 190.000 Mieter betroffen.

Jeder vierte Haushalt betroffen

In den drei neuen Gebieten hatte es knapp drei Jahre gedauert, bis genug Daten erhoben waren, die beweisen, dass die Mieter dort so stark von Aufwertung bedroht sind, dass in die Rechte der Hauseigentümer eingegriffen werden darf. Betroffen ist in etwa jeder vierte Haushalt.

Umwandlung in Eigentum kann untersagt werden

Mit der Verordnung kann die Umwandlung in Eigentum untersagt werden, ebenso spekulative Verkäufe und Luxussanierungen - zum Beispiel an der Osterstraße, am Müggenkamp oder im Generalsviertel. Überall dort waren die Mieten zuletzt überdurchschnittlich gestiegen.

Der Preis für Eigentumswohnungen hat sich in den vergangenen zehn Jahren sogar mehr als verdoppelt, auf bis zu 5.000 Euro pro Quadratmeter. All das mache eine Soziale Erhaltungsverordnung in Eimsbüttel notwendig, um Verdrängung entgegenzuwirken, sagte Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeld. Die CDU-geführten Senate hätten es in den 2000er-Jahren versäumt, die Mieter zu schützen. Das nächste Schutzquartier soll Altona-Nord mit 22.000 Bewohnern werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.04.2018 | 17:00 Uhr

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