Stand: 30.03.2020 17:34 Uhr

Vergleich zum Fernbahnhof Diebsteich geschlossen

Für die Verlegung des Hamburger Fernbahnhofs Altona geht ein weiteres Signal auf Grün. Die Stadt Hamburg, die Deutsche Bahn und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) haben einen Vergleich über den Neubau am Diebsteich geschlossen. Die Einigung über den Bahnhof war zwar schon vor Wochen unterschrieben worden, allerdings unter einer Voraussetzung: Ein unabhängiger Gutachter sollte bestätigen, dass der neue Fernbahnhof am Diebsteich leistungsfähiger wird, als zuvor von der Bahn versprochen. Das ist nun geschehen.

Mehr Zugabfertigungen und mehr Angebote

Das Gutachten besagt, dass der Bahnhof problemlos sogar 31 Züge pro Stunde abfertigen kann. Das hatte der VCD gefordert. Gleichzeitig werden zusätzliche Angebote für Fahrgäste geschaffen und der ZOB am S-Bahnhof Altona vergrößert. Insofernt stimmt der VCD einem Vergleich vor dem Oberverwaltungsgericht Hamburg zu, sodass die Voraussetzungen für die Verlegung des Fernbahnhofs Altona um knapp zwei Kilometer gen Norden erfüllt sind.

Erleichterung bei SPD und Grünen

Der SPD-Verrkehrsexperte Ole Thorben Buschhüter zeigte sich erleichtert. "Mit vereinten Kräften haben die Beteiligten den Zug jetzt endlich aufs Gleis gesetzt" sagte Buschhüter. Mit der Einführung eines Faktenchecks sei es Finanzsenator Andreas Dressel (ebenfalls SPD) gelungen, die komplizierten Problemen zu ordnen. Auch Hamburgs Grüne begrüßen die Einigung. Der neue Fernbahnhof sei Teil der Verkehrswende hin zur Schiene. Die Hamburgische Bürgerschaft wird schon am Mittwoch über die Verlegung des Bahnhofs abstimmen.

S-Bahnhof soll in Altona bleiben

Nach den Plänen der Deutschen Bahn sollen die Fern- und Regionalzüge statt in Altona künftig am S-Bahnhof Diebsteich halten, der dafür ausgebaut werden soll. Der Kopfbahnhof in Altona soll Platz für 1.900 Wohnungen und einen Park machen. Der S-Bahnhof und der Busbahnhof sollen jedoch in Altona bleiben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.03.2020 | 16:00 Uhr

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