Stand: 18.12.2017 19:22 Uhr

Seuchenschutz: Mobiles Labor vorgestellt

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg hat am Montag ein mobiles Seuchenlabor präsentiert, das bereits bei Krankheitsausbrüchen weltweit eingesetzt wird. Mit dem Equipment können Mediziner hygienische Labor-Bedingungen herstellen und Seuchen so effektiver bekämpfen. Zuletzt war das Labor nach Abgaben des Instituts in Uganda im Einsatz. Dort war die Marburg-Virus-Erkrankung ausgebrochen.

EU-Kommissar lobt Tropeninstitut Hamburg

Wie der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides anlässlich der Präsentation in Hamburg sagte, sei das sogenannte Tropeninstitut eines der besten Labore in ganz Europa. Als positives Beispiel für die gute Arbeit des Labors nannte Stylianides den Ausbruch einer Ebola-Epidemie im Jahre 2014. Dort hatten die Mediziner maßgeblich dazu beigetragen, die außer Kontrolle geratene Ausbreitung wieder einzudämmen. Stylianides war als EU-Beauftragter vor Ort.

Seuchenschutz in einem Dutzend Plastikkästen

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Unspektakulär aber sehr hilfreich: Das mobile Labor kann in Transportkisten umgehend an fast jedem Ort der Welt operieren.

Auf den ersten Blick wirkt das mobile Labor unspektakulär. Luftdichte Kästen aus Plexiglas, in denen Proben sicher untersucht werden können. Dazu Mikroskope und der alltägliche Labor-Bedarf. Das Besondere wird erst auf den zweiten Blick klar: Das Speziallabor lässt sich in großen, orangefarbenen Plastikkästen verstauen und kann deshalb schnell dorthin gebracht werden, wo es gebraucht wird. Die Europäische Union hatte vor fünf Jahren die Entwicklung der mobilen Einheiten auf den Weg gebracht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.12.2017 | 15:00 Uhr

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