Stand: 29.02.2020 10:15 Uhr

Apps sollen Parkplatzsuche in Hamburg erleichtern

Neue Apps helfen bei der Parkplatzsuche in Hamburg © NDR Foto: Julia Weigelt
Oliver Stumm ist bei der Telekom für Parkplatzsensoren in Hamburg zuständig. Er zeigt die neue App.

Oliver Stumm gibt "Laieszhalle" in die App auf seinem Smartphone ein. Pilatuspool, Poolstraße - entlang der Straßen werden grüne Linien angezeigt. "Das bedeutet, dass wir dort eine faire Chance haben, einen Parkplatz zu finden", sagt er. Stumm ist bei der Telekom für ein Ende 2018 gestartetes Projekt zuständig, bei dem unter anderem in Hamburg Parksensoren angebracht worden sind. Die über diese Sensoren gesammelten Daten fließen in eine App ein, die bei der Parkplatzsuche helfen soll. Und diese App führt Stumm heute vor.

Park-Apps zeigen Parkplätze in Hamburg an

Die Suche nach der Parklücke kann in Hamburg lange dauern und bedeutet für die Autofahrerinnen und Autofahrer in der Regel, dass sie wieder und wieder im Kreis fahren müssen. Wer seine Nerven schonen will, kann sich inzwischen eben auch von Apps helfen lassen. Manche dieser Anwendungen fürs Smartphone zeigen lediglich an, wo grundsätzlich Parkplätze sind - egal ob sie gerade frei sind oder nicht. Andere versprechen mehr: Etwa "Park and Joy", die Suchapp der Telekom. Oder "Easy Park", ein weiteres solches Angebot. Diese Apps sollen auch anzeigen, wo mit großer Wahrscheinlichkeit aktuell freie Parkplätze zu finden sind.

Doch wie funktioniert das? Und woher wissen diese Apps, wo eine Parklücke frei ist? Die Telekom nutzt dafür verschiedene Informationen. Das sind zum Beispiel Daten, die jeder Nutzer und jede Nutzerin bei der Handynutzung erzeugt und die die Apps weiterverkaufen. Außerdem gibt es eben die Sensoren im Boden, mit denen die Telekom in Absprache mit der Hamburger Innenbehörde derzeit rund 200 Parkplätze ausgerüstet hat. Diese Sensoren sehen aus wie Türstopper und funken an die App die Information, ob ein Platz frei ist.

Vorhersage nicht 100 Prozent genau

Oliver Stumm macht sich zu Vorführzwecken zur Laeiszhalle auf. Kurz vor der Ankunft gibt die Handyanzeige immer noch an, dass es in der Nähe der Konzerthalle freie Parkplätze geben soll. Aber zu den in der Anwendung grün angezeigten Straßen, was die gute Chance auf freie Plätze bedeutet, kommt Stumm mit seinem nicht, weil unter anderem Baustellen die Durchfahrt versperren. Einbahnstraßen, verengte Wege, Baustellen, Lieferanten, die im Weg sind - die Suche nach einem Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Laeizshalle dauert trotz der App nun schon zehn Minuten. Irgendwann klappt es dann in der Umgebung mit dem Parken. "Ich fühle mich da schon bestätigt", sagt Stumm.

Gebühren fallen für die Suche per App an

Nicht jede Vorhersage stimmt, aber die Telekom gibt die Wahrscheinlichkeit mit 80 Prozent an. Und das Unternehmen lässt sich eine solch digital unterstützte Parklücke-Suche bezahlen. Kosten derzeit: 19 Cent pro Parkplatz. Dazu kommen dann noch die Parkgebühren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.02.2020 | 11:44 Uhr

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