Stand: 09.01.2020 18:57 Uhr  - NDR 90,3

Neues Rettungsdienstgesetz: Rotes Kreuz besorgt

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kritisiert die Umsetzung des neuen Rettungsdienstgesetzes in Hamburg. Sowohl das Ehrenamt als auch der Katastrophenschutz würden dadurch geschwächt, hieß es.

Dienste bei Dom oder Marathon werden neu vergeben

Auf Großveranstaltungen wie Dom, Marathon und Hafengeburtstag übernehmen Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz den Rettungsdienst. Diese Dienste sollen auf der Grundlage des neuen Rettungsdienstgesetzes neu geordnet werden. Zurzeit läuft laut DRK eine Ausschreibung durch die Stadt. Diese sehe fast 1.600 Stunden Rettungsdienst vor, die Hilfsorganisationen ableisten können.

Ehrenamtlichen geht Praxis verloren

Rettungswagen im Einsatz © picture-alliance/ dpa Foto: Patrick Seeger
Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz bekommen künftig wohl weniger Rettungsdienste auf Großveranstaltungen.

Das sei etwa die Hälfte weniger als bisher, meint Georg Kamp, Vorstand des Hamburger DRK-Landesverbandes. Bislang seien es etwa 3.200 Stunden gewesen. In der Konsequenz bedeute dies, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr erlerntes Wissen deutlich seltener in der Praxis anwenden können, meint Kamp.

Gerade durch Einsätze auf solchen Veranstaltungen blieben die Mitarbeiter aber in Übung für den Ernstfall - etwa bei einem Unfall mit vielen Verletzten, bei dem der Rettungsdienst der Feuerwehr Unterstützung braucht. Die Feuerwehr erklärte auf NDR-Anfrage, Hilfsorganisationen würden nur in dem Umfang beauftragt, wie es die jeweilige Veranstaltung erfordert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.01.2020 | 18:00 Uhr

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