Stand: 15.12.2019 06:37 Uhr  - NDR 90,3

Neue S-Bahn-Station Elbbrücken ist freigegeben

Die markante Dachkonstruktion der S-Bahn-Station Elbbrücken wurde vom renommierten Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner entworfen.

Die neue Hamburger S-Bahn-Station Elbbrücken ist am Sonnabendmittag symbolisch eröffnet worden. Bahn-Konzernvorstand Ronald Pofalla sagte, der Bahnhof könne sich mit seiner Architektur sehen lassen. Er zeige auch die Visionskraft der Stadt. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher dankte der Deutschen Bahn dafür, das Projekt "gestemmt" zu haben und würdigte den Bau als "architektonische Meisterleistung". Tschentscher und Pofalla waren mit einem Sonderzug der S-Bahn aus der Hamburger Innenstadt zu den Elbbrücken gefahren.

Zentraler Umsteigepunkt für 20.000 Fahrgäste

Seit Sonntag halten die Züge an der neuen Station regulär. Nach Angaben der Bahn werden täglich 470 S-Bahnen an der neuen Station halten und bis zu 20.000 Fahrgäste umsteigen. Die Haltestelle für die Linien S3 und S31 liegt zwischen den Stationen Hammerbrook und Veddel direkt an der Elbe und bindet das neue Quartier Elbbrücken an den öffentlichen Nahverkehr an. Die S3 verkehrt via Hamburg zwischen Stade (Niedersachsen) und Pinneberg (Schleswig-Holstein). Die S31 führt von Altona nach Neugraben.

Konstruktion aus Stahl und Glas

Parallel zur bereits fertiggstellten neuen U-Bahn-Station sind zwei jeweils 210 Meter lange Bahnsteige für die S-Bahn entstanden. Die lichtdurchflutete Station besteht aus Fertigteil-Bahnsteigen und einem aus Stahl und Glas konstruierten Dach. Der gesamte Neubau war von dem renommierten Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner entworfen worden.

Entlastung für den Hamburger Hauptbahnhof

Eine Fußgängerbrücke, ein sogenannter Skywalk, verbindet den S- mit dem U-Bahnhof, der ebenfalls über eine markant geschwungene Dachkonstruktion verfügt. Pendler aus dem Süden mit dem Ziel Hafencity oder Jungfernstieg können nun bereits an den Elbbrücken umsteigen, was den Hamburger Hauptbahnhof entlasten soll. Der neue Bahnhof ist als Umsteigeknoten am östlichen Rand der Hafencity vorgesehen.

Baugrund sorgte für Verzögerungen

Ursprünglich sollte die S-Bahn-Station bereits vor einem Jahr zusammen mit der gleichnamigen U-Bahn-Haltestelle der Linie U4 in Betrieb gehen. Bedingt durch alte Spundwände und Hafenkaimauern im Untergrund kam es jedoch zu Verzögerungen. Zur Lösungsfindung mussten aufwändige Versuchseinrichtungen und statische Berechnungen durchgeführt werden. Die Kosten für den Bau stiegen von ursprünglich geplanten 43 Millionen Euro auf 70 Millionen Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.12.2019 | 14:00 Uhr

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