Stand: 03.02.2020 14:47 Uhr

Kreuzfahrt-Reedereien lassen China-Reisende stehen

Die "Mein Schiff 6" von TUI Cruises im Hamburger Hafen. © picture alliance / Bildagentur-online/McP-Waldkirch Foto: Bildagentur-online/McP-Waldkirch
Die "Mein Schiff 6" ist gerade in Südostasien unterwegs, allerdings nicht in China. (Archivfoto)

Ein Coronavirus-Ausbruch an Bord mit Tausenden Menschen auf engem Raum: Das ist momentan das Horror-Szenario in der Kreuzfahrt-Branche. Erst in der vergangenen Woche war die "Costa Smeralda" festgesetzt worden, weil es bei einem chinesischen Paar den Verdacht auf eine Erkrankung gab - es handelte sich aber um einen Fehlalarm.

Verband CLIA trifft Entscheidung

Ab sofort aber dürfen Gäste aller Reedereien des Kreuzfahrtverbands CLIA, zu dem auch die Hamburger Reederei TUI Cruises gehört, gar nicht mehr an Bord, wenn sie in den vergangenen 14 Tagen in China waren. Auch eine Durchreise Chinas, etwa um einen Abfahrtshafen in der Nähe zu erreichen, reicht zum Ausschluss. Zum Verband CLIA zählen unter anderem auch die Anbieter AIDA Cruises, Costa Kreuzfahrten, Cunard Lines, Hapag-Lloyd Cruises, MSC Kreuzfahrten und Norwegian Cruise Line (NCL).

Die Maßnahmen gelten auch für Crewmitglieder - was ein Problem besonders für viele Bord-Wäschereien darstellt, weil diese traditionell von Chinesen gemanagt werden.

Auf Wunsch Gesichtsmasken

Sämtliche Fahrten von und nach China sind schon länger gestrichen. Reedereien wie MSC oder NCL checken ankommende Gäste mit kontaktlosen Fieber-Thermometern vor dem Einsteigen. Liegt der Wert über 38 Grad heißt das: keine Reise. TUI Cruises aus Hamburg bietet Urlaubern auf der "Mein Schiff 6", die gerade in Südostasien unterwegs ist, auf Wunsch Gesichtsmasken an.

Sollte es doch Erkrankungen auf einem Schiff geben, werden die Betroffenen sofort isoliert - so wie das bei der "Costa Smeralda" auch schon gehandhabt wurde.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.02.2020 | 12:00 Uhr

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