Eine S-Bahn überquert in Hamburg an der Haltestelle Berliner Tor eine Brücke. © Axel Heimken

Hamburg will die Pünktlichkeit des Nahverkehrs verbessern

Stand: 16.09.2021 06:00 Uhr

Ob S-oder U-Bahn: Hamburgs öffentlicher Nahverkehr soll und muss pünktlicher werden. Die Hamburgische Bürgerschaft fordert deshalb, dass die Betreiber künftig jeden Monat veröffentlichen, warum welche Züge zu spät gekommen sind.

30 Prozent aller Fahrten sollen mit Bus und Bahn gemacht werden - und zwar bis 2030. Darauf haben sich SPD und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag verständigt. "Wir brauchen eine hohe Qualität, um gerade die, die heute nicht mit Bus und Bahn fahren, überzeugen zu können, umzusteigen", ist sich SPD-Politiker Ole Torben Buschhüter sicher.

Online-Berichte zu unpünktlichen Zügen

Die U-Bahnen sind schon jetzt zu fast 99 Prozent pünktlich. Bei manchen S-Bahnlinien klappt das nicht, bei der S31 beispielsweise kommt jeder fünfte Zug zu spät oder fällt sogar aus. Einmal im Monat soll nun also ein Bericht im Internet veröffentlicht werden. Das soll einen Anreiz schaffen, aber auch Probleme aufzeigen, so Vertreterinnen und Vertreter der Regierungsfraktionen.

Auch Daten von Bussen erfassen

Das jedoch hätte man schon längst machen können, findet die AfD. Linke und CDU würden zusätzlich am liebsten auch erfassen, wie pünktlich Busse in Hamburg sind. Richard Seelmaecker von der CDU sagte dazu am Mittwoch: "Sie klammern dieses schwierige Problem aus." Das sei jedoch verkehrt, denn es gebe so viele verspätete Busse, dass gerade dort eine Datengrundlage wichtig sei, so Seelmaecker. Grundsätzlich aber noch wichtiger: Der Nahverkehr muss ausgebaut werden, darin sind sich alle Fraktionen einig.

Regeln für Elektro-Roller schaffen

Gleichzeitig kündigten SPD und Grüne an, den Einsatz von Elektro-Rollern strenger zu regeln, besonders dahingehend, dass die Fahrzeuge nicht einfach überall abgestellt werden können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.09.2021 | 06:00 Uhr

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