Eine Ärztin impft einen Jugendlichen © Colourbox Foto: Volurol

Hamburg plant Impfangebote an weiterführenden Schulen

Stand: 16.08.2021 16:15 Uhr

Jetzt also doch: Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung nun auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Jetzt soll in Hamburg an weiterführenden Schulen geimpft werden.

Wann es genau mit den Impfungen an den Gymnasien und Stadtteilschulen losgeht und wie viele Schulen pro Tag dabei sind, das ist noch unklar. In einer Pressemitteilung der Schulbehörde hieß es am Montag lediglich, die Behörden hätten bereits mit den Planungen begonnen. Immerhin geht es um rund 100.000 Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. Offen ist noch, ob an jeder der 122 Schulen geimpft wird oder ob es pro Stadtteil nur ein paar Schulen sind.

Der Hamburger CDU geht das nicht schnell genug. Alle hätten gewusst, dass diese Entscheidung in dieser Woche zu erwarten ist - der Hamburger Senat wirke aber offensichtlich überrascht.

Katholische Schulen impfen bereits

Schneller sind da die Katholischen Schulen der Stadt, in Billstedt wurden bereits die ersten Kinder geimpft. In den kommenden Tagen sind Termine an weiteren Standorten geplant. Am Mittwoch geht es zum Beispiel weiter mit der Sophie-Barat-Schule in Rotherbaum. Außerdem impfen bereits mehrere Krankenhäuser und eine Reihe niedergelassene Ärztinnen und Ärzte Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Grundsätzlich gilt: Ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten darf sich niemand unter 18 impfen lassen.

Neue Empfehlung der Stiko

Die Stiko hatte am Montag eine Corona-Impfempfehlung für alle 12-- bis 17-Jährigen ausgesprochen. Nach gegenwärtigem Wissensstand würden die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen, teilte die Stiko mit. Unverändert solle die Impfung nach ärztlicher Aufklärung erfolgen. Die Impfung bei Kindern und Jugendlichen dürfe jedoch nicht zur Voraussetzung sozialer Teilhabe gemacht werden.

Bundesgesundheitsminister Spahn begrüßt Entscheidung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Entscheidung. "Das ist eine gute Nachricht. Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden." Ausreichend Impfstoff für alle Altersgruppen sei da.

Seit Juni können Kinder ab zwölf Jahren zwar grundsätzlich gegen das Coronavirus geimpft werden. Dazu gab es bislang aber keine allgemeine Empfehlung der Stiko. Dies hatte viele Eltern verunsichert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.08.2021 | 17:00 Uhr

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