Stand: 30.01.2020 19:53 Uhr

Deutlich mehr Menschen nutzen Alten Elbtunnel

Verkehrssenator Michael Westhagemann und Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue im Alten Elbtullen. © NDR Foto: Reinhard Postelt
Verkehrssenator Michael Westhagemann und Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue sind zufrieden mit der Entwicklung.

So umstritten Autoverbote sind, im Alten Elbtunnel auf St. Pauli haben sie dem Fußgänger- und Fahrradverkehr ein dickes Plus beschert: 1,5 Millionen Menschen querten die Elbe im vergangenen Jahr zu Fuß - das war eine Steigerung von 41,5 Prozent gegenüber 2018. Bei den Radlern und Radlerinnen war der Zuwachs sogar noch größer, wie Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Donnerstag sagte. Statt 291.000 im Jahr 2018 waren es im vergangenen Jahr 480.000. "Und man darf nicht vergessen: Hier führt künftig die Veloroute 11 durch", sagte Westhagemann. Sie führt über Wilhelmsburg bis nach Harburg und soll in fünf Jahren fertig werden.

Deutlich weniger Beschwerden

Die zuletzt jährlich rund 40.000 Autofahrten waren im Juni gestrichen worden - und zwar ohne große Proteste. Radfahrer und Radfahrerinnen sowie Fußgänger und Fußgängerinnen seien seitdem zufriedener: "Beschwerden gab es ja früher sehr viele. Die Zahl ist drastisch zurückgegangen, weil sich die Fußgänger und Radfahrer nicht mehr in die Quere kommen", sagte Westhagemann. Nun gebe es auch keine Beschwerden von SUV-Fahrenden mehr, die sich in der engen Fahrbahn im Alten Elbtunnel die Felgen kaputtfuhren.

Austellungsraum in Steinwerder und Events in der Kuppel

Nun soll der Tunnel auch noch stärker touristisch genutzt werden. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde will einen Ausstellungsraum des Tunnels in Steinwerder für jedermann öffnen. Dieser war bislang nur für Führungen freigegeben. Auch die Kuppel auf der St. Pauli-Seite soll weiterentwickelt werden. Dort könne man ein Angebot für kleinere Events machen. Westhagemann: "Das bietet sich ja förmlich an."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.01.2020 | 17:00 Uhr

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