Stand: 27.03.2019 19:23 Uhr

Das ist die Metropolregion Hamburg

Die Metropolregion Hamburg zieht sich von der Nordsee bis zur Mecklenburgischen Seenplatte.

Gemeinsam ist man stark. Frei nach diesem Motto setzt die Metropolregion Hamburg auf partnerschaftliche Zusammenarbeit, um die Herausforderungen von Globalisierung, demografischem Wandel, Klimaveränderung und öffentlichen Finanzen besser zu meistern.

Welche Gebiete umfasst die Metropolregion Hamburg?

In Nord-Süd-Richtung erstreckt sich der Verbund vom 1. März an von der Insel Fehmarn bis Schwarmstedt im Heidekreis über 189 Kilometer und in Ost-West-Richtung vom Plauer See bis Wremen im Landkreis Cuxhaven über 209 Kilometer. Die Metropolregion umfasst eine Fläche von 26.000 Quadratkilometern und im Einzelnen folgende Landkreise, Kreise und kreisfreie Städte: Cuxhaven, Dithmarschen, Harburg, Heidekreis, Herzogtum Lauenburg, Ludwigslust-Parchim, Lübeck, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Neumünster, Nordwestmecklenburg, Ostholstein, Pinneberg, Rotenburg (Wümme), Schwerin, Segeberg, Stade, Steinburg, Stormarn, Uelzen - und natürlich Hamburg.

Welche Träger und Verbände gehören dazu?

Neben den vier staatlichen Trägern sind 20 kommunale Träger eingebunden. Bei den Wirtschafts- und Sozialverbänden sind es die Industrie- und Handelskammern von Flensburg, Kiel, Lübeck, Lüneburg-Wolfsburg, Schwerin und Stade, die Handelskammer Hamburg sowie die Handwerkskammern Hamburg, Lübeck und Schwerin. Neuerdings gehören der Unternehmensverband Nord und der DGB Nord dazu.

Wie viele Menschen leben in dem Zusammenschluss?

In den rund 1.000 Orten der Region leben etwa 5,3 Millionen Menschen. Das entspricht in etwa der Bevölkerungszahl von Norwegen. Allein in Hamburg wohnen knapp 1.8 Millionen Bürger.

Wie hoch ist die Wirtschaftsleistung?

Die Handelskammer Hamburg bezifferte die Wirtschaftsleistung der Metropolregion Mitte Januar 2017 auf 196 Milliarden Euro. Das entspräche in etwa der wirtschaftlichen Kraft beispielsweise von Irland oder Portugal. Im Vergleich zu sechs anderen Metropolregionen wie Stuttgart, Frankfurt, München, Köln/Bonn und Düsseldorf liege Hamburg auf dem vorletzten Platz. Nur Berlin schnitt noch schlechter ab, entwickelte sich aber dynamischer. Außerdem sei die Metropolregion Hamburg durch die Aufnahme strukturschwacher Landkreise am dünnsten besiedelt.

Seit wann spricht man offiziell von der Metropolregion?

1960 beziehungsweise 1962 wurden der Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein und Hamburg/Niedersachsen gegründet. 1996 wurde das erste sogenannte Regionale Entwicklungskonzept beschlossen. Seitdem spricht man offiziell von der Metropolregion.

Was nützt das Bündnis dem Bürger?

Insgesamt geht es um gemeinsame Siedlungsstrukturen, Tourismuskonzepte, Gewerbeansiedlungen und Infrastrukturprojekte. Ein für viele Bürger interessantes Thema ist die Verbesserung von Verkehrsverbindungen innerhalb der Region. Dazu gehören Ausbau und gemeinsame Planung von Autobahnen und überregionalen Straßen ebenso wie die Optimierung des Öffentlichen Nahverkehrs, etwa des HVV, oder von Radstrecken. Denn täglich pendeln fast 300.000 Menschen aus der Region nach Hamburg zur Arbeit. Hunderttausende nutzen das kulturelle und sportliche Angebot in der Hansestadt. Umgekehrt fahren etliche zur Erholung ins Hamburger Umland. Auch Schulen sollen besser synchronisiert werden.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.03.2019 | 19:30 Uhr

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