Stand: 15.09.2019 07:00 Uhr

"Blutiger" Klimaprotest bei den Cruise Days

Klimaaktivisten haben am Sonnabend im Hamburger Hafen gegen die Cruise Days protestiert. Mitten durch die Zuschauer zog ein schwarz gekleideter Trauerzug. Vorneweg marschierten Musiker mit Trommeln, Streichern und Bläsern. Dahinter trugen Aktivisten einen kleinen weißen Sarg und mehrere Banner mit Aufschriften wie "Klimanotstand jetzt!". Dahinter folgten mehr als 100 Menschen über die Promenade.

Umweltschützer kippen rote Farbe auf Hafenpromenade

Auf Höhe der "Cap San Diego" legten die Umweltschützer den Sarg nieder und bildeten einen Halbkreis. Anschließend gossen sie eimerweise rote Farbe auf die hellen Stufen der Promenade. Damit wollte die Gruppe "Extinction Rebellion" angesichts des Treffens der Kreuzfahrtschiffe im Hamburger Hafen auf den Klimanotstand aufmerksam machen. "Es geht uns darum, zu zeigen, was hinter diesem fröhlichen Event steht. Die Kreuzfahrtindustrie gehört zu den größten Schadstoffemittenten überhaupt. Wir vergießen hier symbolisch das Blut unserer Kinder. Wir machen das hier aus Sorge um uns, unsere Kinder und die ganze Menschheit, "erklärte einer der Protestveranstalter NDR 90,3. Beobachtet wurde das Schauspiel von zahlreichen Cruise-Days-Besuchern. Auch Polizisten waren vor Ort. Zu Auseinandersetzungen kam es nicht.

Protestaktion beim Kreuzfahrertreffen

Schon am Freitag Protestaktionen

Bereits am Freitag war es bei den Cruise Days zu ersten Protestaktionen gekommen. Die Umweltschutzorganisation NABU Hamburg verteilte Zettel mit der Aufschrift: "Mir stinkt's!" Die Aktivisten warfen den Reedereien vor, den Umweltschutz massiv zu vernachlässigen. Gewerkschaften kritisierten außerdem die Arbeitsbedingungen an Bord von Kreuzfahrtschiffen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 14.09.2019 | 14:00 Uhr

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