Stand: 26.02.2018 19:09 Uhr

Airline soll 20.000 Euro für Nachtstart zahlen

Hamburg verschärft die Gangart gegenüber Fluglinien, die zu spät am Airport landen oder abheben. Zum ersten Mal schöpft die Fluglärmschutzbeauftragte den Gewinn ab, den eine Billigairline mit ihrem verspäteten Start erzielt hat - 20.000 Euro soll die Fluglinie zahlen. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" handelt es sich um Easyjet aus Großbritannien.

Flug nach Mailand startete nach Mitternacht

Es geht um einen Flug Ende Juli vergangenen Jahres: Der Jet war mit dem Ziel Mailand um kurz nach Mitternacht in Fuhlsbüttel abgehoben - obwohl so spät eigentlich Nachtruhe am Hamburger Flughafen herrscht. Ausnahmegenehmigungen werden meist nur für Rettungsflüge und ähnlich wichtige Einsätze erteilt. Eine Sondergenehmigung hatte der Billigflieger aber nicht.

Deshalb greift die Fluglärmschutzbeauftragte jetzt zu einem Mittel, das sonst eher bei organisierter Kriminalität eingesetzt wird: Gewinnabschöpfung. Die 20.000 Euro setzen sich aus den Hotelkosten, die die Airline gespart hat, möglichen Entschädigungszahlungen an die Passagiere und einer Strafe für den Flugkapitän zusammen.

Umweltsenator Kerstan droht mit ähnlichen Strafen

Es ist das erste Mal, dass die Stadt zu so einem Mittel greift. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) droht damit, ähnliche Strafen auch gegen Fluggesellschaften zu verhängen, die die normale Verspätungsregelung bis Mitternacht missbrauchen. Unterstützung gibt es von der Umweltschutzorganisation BUND: Geschäftsführer Manfred Braasch sagte, ein solches Vorgehen gegen Airlines, die regelmäßig zu spät kommen, sei längst überfällig.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.02.2018 | 17:00 Uhr

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