Stand: 06.11.2018 16:20 Uhr

Seenotretter rückten 2018 über 2.000 Mal aus

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat in diesem Jahr 37 Menschen auf Nord- und Ostsee aus akuter Seenot gerettet. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, seien zusätzlich 307 Menschen aus drohender Gefahr befreit worden.

Weniger Fälle als im Vorjahr

2017 lag die Zahl der Fälle im gleichen Zeitraum bei 477 - darunter 58 Seenotrettungen. Insgesamt kam es zu 2.037 Einsätzen nach 1.900 im Vorjahreszeitraum. Fast 300 Mal wurden Kranke oder Verletzte von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland gebracht und fast 1.000 Mal wurde Wasserfahrzeugen Hilfe geleistet.

Viele Einsätze in Schleswig-Holstein

Die meisten Einsätze gab es in Schleswig-Holstein. An der Ostseeküste rückten die Seenotretter 733 Mal aus, an der Nordseeküste 206 Mal. An der Niedersächsischen Nordseeküste kam es zu 560 Einsätzen, an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns leisteten die Seenotretter 538 Mal Hilfe.

Einsatzloser Alltag auf der "Ernst Meier-Hedde"

Neuer Seenotrettungskreuzer für Olpenitz

Bei der Verkündung ihrer Bilanz in Hamburg blickte die DGzRS auch positiv in die Zukunft: Am 17. November soll ein Seenotrettungskreuzer für die Station Olpenitz im Kreis Eckernförde getauft werden. Außerdem sollen im nächsten Jahr drei Boote in Schilksee bei Kiel, Wilhelmshaven und Horumersiel (Landkreis Friesland) in Fahrt kommen. Durch den harten Einsatz auf See müssten durchschnittlich pro Jahr zwei Schiffe ausgetauscht werden, teilte die DGzRS mit.

2020 Ersatz-Fahrzeug für Borkum

2020 soll es auch für Borkum ein Ersatz-Fahrzeug geben. Für die neue, 28 Meter lange "Hamburg", in die rund zehn Millionen Euro investiert werden dürften, werden derzeit Spenden gesammelt. Die Seenotretter finanzieren ihre Arbeit und Ausrüstungen ausschließlich aus freiwilligen Zuwendungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.11.2018 | 15:00 Uhr

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