Stand: 05.01.2018 21:50 Uhr

Hochwasser: Pegelstände stabilisieren sich

Nach vielen Stunden des Bangens hat sich die Lage in den Hochwassergebieten im Norden stabilisiert. Die Einsatzkräfte hoffen auf weniger Regen in den kommenden Tagen. An fast allen Messstellen in Niedersachsen fielen die Pegel oder blieben gleich. Die aktuellen Daten stellt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zur Verfügung.

"Die Lage stabilisiert sich"

Vor allem im Süden von Schleswig-Holstein waren die Einsatzkräfte am Freitag im Dauereinsatz. Betroffen war vor allem der Kreis Herzogtum Lauenburg. 200 Helfer von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk (THW), Katastrophenschutz und DLRG waren an verschiedenen Stellen damit beschäftigt, Wasser abzupumpen. Mittlerweile konnten viele Einsatzkräfte nach Hause geschickt werden. "Die Wetterlage spielt mit, die Lage stabilisiert sich", sagte der stellvertretende Kreiswehrführer des Herzogtum Lauenburg, Torsten Möller.

In Brunstorf konnten Feuerwehrleute verhindern, dass ein Klärwerk überläuft. In Kuddewörde schützten Hunderte Sandsäcke weiterhin die traditionsreiche Grander Mühle. In Reinbek (Kreis Stormarn) holten THW-Helfer Bäume und anderes Treibgut aus dem Mühlenteich, damit das Wasser abfließen konnte. Am Nord-Ostsee-Kanal gilt wegen des Hochwassers nach wie vor ein Tempolimit. Zeitweise war der Kanal bereits geschlossen.

Obstbauern müssen Wasser abpumpen

Sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Niedersachsen machen die hohen Wasserstände den Landwirten zu schaffen. Im Alten Land etwa sind aus Weideflächen Seenlandschaften geworden, Apfelbäume stehen im Wasser. Die Bäume seien im Winter in der Vegetationsruhe, so Joerg Hilbers vom Obstbauzentrum Jork. Deshalb wirke sich das Wasser nicht unmittelbar aus. Es schade den Feinwurzeln der Bäume erst, wenn diese vier Wochen im Wasser stehen. "Dann fangen wir an, uns Sorgen zu machen." Einige Plantagen seien allerdings bereits seit gut sechs Wochen überschwemmt. Dort seien Landwirte dabei, das Wasser abzupumpen.

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NDR//Aktuell | 05.01.2018 | 16:00 Uhr

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