Reporter-Legende Sandro Zahlemann (Olli Dittrich) vor dem Bundestag. © WDR/beckground tv/Daniel Wolcke

"Ich war Angela Merkel": Neue Mockumentary von Olli Dittrich

Stand: 03.01.2022 08:35 Uhr

Mit "Ich war Angela Merkel" bringt Olli Dittrich eine neue Folge seiner beliebten Persiflage-Reihe heraus. Die Mockumentary ist am Mittwoch im Ersten gelaufen und steht in der ARD Mediathek.

"Es ist keine schimmlige Angela Merkel-Parodie, da muss ich schon einmal alle enttäuschen - das können andere besser", sagt Olli Dittrich im Gespräch mit NDR 90,3. " Protagonist seiner im Stil einer Fernsehdoku aufgebauten Persiflage ist wieder die Figur des TV-Journalisten Sandro Zahlemann, die Dittrich-Fans aus früheren Episoden der Persiflage-Reihe wie "Der Sandro-Report" (2016), "Das TalkGespräch" (2014) und "Frühstücksfernsehen" (2013) kennen.

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Reporter-Legende Sandro Zahlemann (Olli Dittrich) vor dem Bundestag. © WDR/beckground tv/Daniel Wolcke

"Ich war Angela Merkel" in der ARD Mediathek

Mit "Ich war Angela Merkel" bringt Olli Dittrich eine neue Folge seiner beliebten Persiflage-Reihe heraus. extern

Seit einer beruflichen Pechsträhne und der Freistellung durch seinen Sender wittert der umtriebige Journalist die Chance seines Lebens: Durch einen technischen Fehler der Telefongesellschaft erhält Zahlemann die bisherige Mobilnummer der scheidenden Bundeskanzlerin. Und damit plötzlich im Sekundentakt SMS-Nachrichten von herausragenden Persönlichkeiten und Politikern aus aller Welt, die eigentlich für Angela Merkel bestimmt sind. Im ersten Moment bemüht er sich um Aufklärung, doch dann sieht Sandro Zahlemann seine Chance, einmal das ganz große Rad zu drehen. "Er fängt an Morgenluft zu wittern und denkt sich: 'Jetzt erst recht, jetzt zeige ich euch mal was richtige Nachrichten sind' und fängt an, auf die Nachrichten zu antworten", sagt Dittrich.

Authentizität ist der wichtigste Faktor

Reporter-Legende Sandro Zahlemann (Olli Dittrich) an seinem Schreibtisch. © WDR/beckground tv/Daniel Wolcke
Reporterlegende Sandro Zahlemann (Olli Dittrich) sieht die Chance zur Wiederbelebung seiner Karriere.

Der Film setzt ein mit der Verhaftung Zahlemanns wegen Gefährdung der Staatssicherheit. Nach und nach wird die fiktive Geschichte dann aus der Retrospektive aufgedröselt. Das Genre der Mockumentary beschreibt Dittrich als "gefälschte Dokumentation". "Zunächst muss die Story - trotz all ihrer absurden Details und Wendungen - so erzählt werden, dass man keine Sekunde an der Echtheit zweifelt", erklärt Dittrich seine Arbeitsweise. "Das funktioniert natürlich nur, wenn die fiktiven Figuren, zuvorderst der Protagonist Sandro Zahlemann, nicht als sofort erkennbare Comedy-Gestalt daherkommt, sondern bei aller Skurrilität in Wort und Tat eine gewisse Echtheit, Alltäglichkeit ausstrahlt."

Auch für die neue Folge hat Olli Dittrich wieder zahlreiche Prominente für Cameo-Auftritte gewinnen können, um die Authentizität zu steigern - unter anderem Tagesthemen-Sprecherin Caren Miosga. Seine Mockumentary werde aus vielen Bestandteilen zusammengesetzt. "Nicht nur aus einem Interview, das man selbst mit einer Figur führt, sondern auch mit echten Personen, die das mit ihren Kommentaren veredeln." Auch Robin Alexander, Tom Buhrow, Wolfgang Bosbach und Horst Lichter kommentieren das fiktive Geschehen.

Die Mockumentary "Ich war Angela Merkel" ist am Mittwoch im Ersten gelaufen und steht in der ARD Mediathek. Ebenfalls noch in der ARD Mediathek steht die Dittrich-Persiflage "House of Trumps - Peter, ein deutsches Geheimnis".

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Porträtaufnahme von Olli Dittrich. © picture alliance / zb | Kirsten Nijhof

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Dieses Thema im Programm:

Das Erste | 29.12.2021 | 23:45 Uhr

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