Stand: 08.10.2018 20:10 Uhr

Deutscher Buchpreis geht an Inger-Maria Mahlke

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Große Ehre für Inger-Maria Mahlke: Die Schriftstellerin freut sich über den Deutschen Buchpreis 2018.

Die in Hamburg geborene und in Berlin lebende Schriftstellerin Inger-Maria Mahlke erhält den Deutschen Buchpreis 2018. Die Auszeichnung für Mahlkes Teneriffa-Roman "Archipel" begründete die Jury am Montagabend mit vielen schillernden Details, die das Buch zu einem "eindrücklichen Ereignis" machten. Mit dem Preis wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse die beste literarische Neuerscheinung des Jahres in deutscher Sprache prämiert. Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass eine Frau die wichtigste Auszeichnung der Branche gewinnt.

Inger-Maria Mahlke

Deutscher Buchpreis für "Archipel" von Inger-Maria Mahlke

Kulturjournal -

Teneriffa ist Sehnsuchtsort und Mikrokosmos im Roman von Inger-Maria Mahlke. Ihr Roman ist ein Sittengemälde dreier Familien vom Großbürgertum bis zur Dienerschaft.

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Die 1977 in Hamburg geborene Inger-Maria Mahlke, die in Lübeck aufwuchs, hat selbst einen Teil ihrer Kindheit auf der Kanareninsel verbracht. Sie studierte an der Freien Universität Berlin Jura und arbeitete zuerst am Lehrstuhl für Kriminologie, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Deutscher Buchpreis mit 25.000 Euro dotiert

Im Finale am Montagabend setzte sich Mahlke gegen fünf andere Autoren durch. Außer ihr waren noch Maria Cecilia Barbetta ("Nachtleuchten"), Maxim Biller ("Sechs Koffer"), Nino Haratischwili ("Die Katze und der General"), Susanne Röckel ("Der Vogelgott") und Stephan Thome ("Gott der Barbaren") nominiert. Im vergangenen Jahr hatte Robert Menasses Brüssel-Roman "Die Hauptstadt" das Rennen gemacht. Der Gewinner erhält 25.000 Euro, die fünf anderen Finalisten bekommen jeweils 2.500 Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Journal | 08.10.2018 | 19:00 Uhr

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