Stand: 27.01.2019 15:51 Uhr

Sieg gegen Rostock - Braunschweigs Hoffnung lebt

von Johannes Freytag, NDR.de

Die Hoffnung lebt an der Hamburger Straße in Braunschweig. Dank der Treffer von Benjamin Kessel und Mike Feigenspan bezwang die Eintracht zum Restrundenauftakt der Dritten Liga am Sonntag Hansa Rostock mit 2:0 (0:0). In der Tabelle bleiben die Niedersachsen zwar Letzter, verkürzten den Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz aber auf fünf Punkte. Während beim BTSV vor allem die Neuzugänge - nicht nur die beiden Torschützen - für frischen Wind sorgten, zeigte Hansa auch unter ihrem neuen Trainer Jens Härtel das alte harmlose Gesicht. Vor allem die Offensive enttäuschte. "Wir waren nicht bissig genug", haderte Rostock-Kapitän Oliver Hüsing nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge. Braunschweigs Niko Kijewski hingegen war hochzufrieden: "Wir haben uns in der Winterpause stark verbessert und an Qualität dazugewonnen. Jeder hat gesehen, dass wir uns alle zerreißen und das letzte Hemd für den Verein geben."

Braunschweig dominant, aber glücklos

21.Spieltag, 27.01.2019 14:00 Uhr

Braunschweig

2

Hansa Rostock

0

Tore:

  • 1:0 B. Kessel (51.)
  • 2:0 Feigenspan (88.)

Braunschweig: Fejzic - B. Kessel (83. Menz), R. Becker, Nkansah, Kijewski - Pfitzner - Putaro (74. Feigenspan), Nehrig (69. Otto), Fürstner, Bär - P. Hofmann
Hansa Rostock: Gelios - Hüsing, Bülow (65. Breier), Riedel - Wannenwetsch (65. Ahlschwede), M. Pepic (82. Evseev), Hildebrandt, Scherff - Soukou, Königs, Biankadi
Zuschauer: 21367

Weitere Daten zum Spiel

Braunschweigs Trainer André Schubert änderte seine Startelf gegenüber dem 1:1 in Karlsruhe auf vier Positionen. Die Winter-Neuzugänge Jasmin Fejzic, Kessel, Bernd Nehrig und Marcel Bär begannen. Beinahe hätte Bär das Vertrauen des Trainers schon nach wenigen Minuten gerechtfertigt - der Stürmer scheiterte jedoch aus kürzester Distanz an Rostocks Keeper Ioannis Gelios (2.). Zwei Minuten später setzte der nächste Neue im Braunschweiger Trikot ein Ausrufezeichen: Nehrigs Distanzschuss flog knapp am Tor vorbei. Auch in der Folgezeit hielten die Blau-Gelben den Druck hoch und kamen durch Robin Becker (10.) und Philipp Hofmann (13., 18.) zu weiteren guten Gelegenheiten.

Die Rostocker fanden lange überhaupt nicht ins Spiel. Zweikampfstärke, Passgenauigkeit, Tempo - Hansa war Braunschweig in allen Punkten unterlegen. Erst nach einer halben Stunde standen die Mecklenburger defensiv besser, offensiv blieb die Darbietung allerdings harmlos - unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang durch Lukas Scherff der erste gefährliche Abschluss aufs Braunschweiger Tor, Fejzic klärte zur Ecke (45.).

Kessel und Feigenspan erlösen den BTSV

Sechs Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Kessel für Jubel im Braunschweiger Fanblock. Nach einer Ecke von Leandro Putaro stieg der Rückkehrer höher als Gegenspieler Julian Riedel und nickte zur 1:0-Führung ein (51.). Bitter aus Rostocker Sicht: Die Gäste spielten zu dem Zeitpunkt in Unterzahl, weil Hüsing nach einem Tritt gegen die Nase behandelt werden musste und noch nicht zurück auf den Platz durfte. Rostock-Coach Härtel reagierte spät und brachte in Maximilian Ahlschwede und Pascal Breier erst nach 66 Minuten zwei frische Kräfte. Kaum auf dem Platz, sorgte das neue Duo für Hansas bis dato beste Torgelegenheit: Die Flanke von Ahlschwede landete auf dem Kopf von Breier, doch BTSV-Keeper Fejzic war mit dem Arm zur Stelle (67.). Auf der Gegenseite verhinderte Scherff den zweiten Braunschweiger Treffer, als er Hofmann im letzten Moment den Ball vom Fuß spitzelte (69.).

Eine Schlussoffensive der Rostocker bekamen die gut 2.400 mitgereisten Hansa-Fans nicht geboten, einzig Hüsing hatte kurz vor dem Ende eine Torchance (87.). Im Gegenzug machte Braunschweig den Deckel drauf: Feigenspan drückte nach Hereingabe von Bär den Ball per Kopf zum 2:0 über die Linie (88.). Der Rest war Jubel im Eintracht-Stadion.

Einzelkritik: Kessels Märchen - Soukou auf Formsuche

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 27.01.2019 | 22:50 Uhr

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