VfL Wolfsburg - Hertha BSC: Keine Tore im Krisenduell

Stand: 15.01.2022 17:24 Uhr

Der VfL Wolfsburg tritt im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Zwar wurde am Sonnabend gegen Hertha BSC die Niederlagenserie gestoppt, aber mehr als ein 0:0 sprang gegen die Berliner nicht heraus.

von Johannes Freytag

Damit warten die Niedersachsen, die gegen die Hertha lediglich eine Halbzeit lang überzeugen konnten, seit mehr als zwei Monaten auf einen Dreier. Letztmals gingen die "Wölfe" am 6. November gegen den FC Augsburg (1:0) als Sieger vom Platz. Mit 21 Punkten liegt der VfL in der Tabelle nur drei Zähler vor dem Relegationsrang. Sollten am Sonntag Augsburg und Bielefeld ihre Spiele gewinnen, wird die Lage noch bedrohlicher. Kommende Woche gastieren die Wolfsburger bei RB Leipzig und müssen dort ohne Renato Steffen auskommen, der gegen Hertha seine fünfte Gelbe Karte sah.

VfL-Sportchef Schäfer sprach von einem "Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es nur ein ganz kleiner war". Man müsse in der aktuellen Situation das herausziehen, was positiv sei: "Heute waren ein paar Dinge dabei, die wirklich ordentlich waren."

Marcel Schäfer © IMAGO / regios24 Foto:
AUDIO: Schäfer: "Kleiner Schritt in richtige Richtung" (2 Min)

 

VfL lässt zahlreiche Chancen liegen

Die "Wölfe" begannen vor 500 Zuschauern gegen sehr zaghaft agierende Berliner gut und hätten nach knapp zwanzig Minuten bereits 2:0 führen müssen. Aber Luca Waldschmidt drosch den Ball nach Hereingabe von Jérôme Roussillon freistehend zentral aus zehn Metern über das Tor (16.) und Wout Weghorst schoss aus fast identischer Position - allerdings leicht bedrängt - Hertha-Keeper Alexander Schwolow in die Arme (18.). Auch Yannick Gerhardt scheiterte am Berliner Torhüter, ein Treffer hätte aber wegen vorheriger Abseitsposition nicht gezählt (29.).

Hertha-Treffer zählt nicht

Die Partie kannte weiter nur eine Richtung, der VfL erspielte sich Chance um Chance, stand sich dabei aber meist selbst im Weg beziehungsweise im Abseits. Oder hatte das Pech, dass Schiedsrichter Robert Hartmann einen Zweikampf zwischen Jordan Torunarigha und Steffen nicht mit einem Elfmeter für Wolfsburg ahndete (39.). Auf der anderen Seite hatten die Gastgeber aber auch großes Glück: Niklas Stark traf per Kopf zum vermeintlichen 1:0 für die Berliner, doch Hartmann gab das Tor nicht, weil seiner Auffassung nach Jurgen Ekkelenkamp zuvor Roussillon weggeschoben hatte (43.).

Schwache zweite Hälfte auf Augenhöhe

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste etwas mutiger und kamen erneut zu einer guten Gelegenheit. Marco Richter traf aber den Ball nicht richtig und schoss am Tor vorbei (50.). Auf der Gegenseite vertändelte Waldschmidt im Strafraum (52.). Kurz darauf behinderten sich Waldschmidt und Weghorst gegenseitig, Schwolow konnte parieren (58.).

Längst war es eine Partie auf Augenhöhe geworden. Allerdings passte sich die Qualität dem Tabellenstand beider Mannschaften an, auf beiden Seiten gelangen kaum vernünftige Spielzüge. Wenn doch mal ein Team vor das gegnerische Tor kam, dann war es sogar eher die Hertha: Richter scheiterte an VfL-Keeper Koen Casteels (72.).

Dem VfL lief die Zeit davon, aber offensiv war es einfach zu wenig, was die Gastgeber anboten. Die beste Gelegenheit hatte der eingewechselte Dodi Lukebakio, der sich erst abdrängen ließ und dessen Schuss dann geblockt wurde (81.). Angesichts der schwachen Leistung in der zweiten Spielhälfte hätte Wolfsburg aber auch keinen Sieg verdient gehabt.

19.Spieltag, 15.01.2022 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

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Hertha BSC

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Tore:
VfL Wolfsburg: Casteels - Lacroix, Bornauw, Brooks - Baku, Arnold, Gerhardt (79. F. Nmecha), Roussillon - L. Waldschmidt (63. Lukebakio), Steffen (63. Vranckx) - Weghorst
Hertha BSC: Schwolow - Klünter, N. Stark, Torunarigha, Mittelstädt - Ascacibar (90.+3 Tousart), Darida - Marco Richter, Ekkelenkamp (87. Boyata) - Belfodil, Maolida (78. Selke)
Zuschauer: 500

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.01.2022 | 22:50 Uhr

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