Stand: 02.03.2019 15:59 Uhr

VfL Osnabrück verliert Spitzenspiel beim KSC

von Sebastian Ragoß, NDR.de
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Maurice Trapp (l.) und sein VfL Osnabrück hatten in Karlsruhe das Nachsehen.

Der VfL Osnabrück hat am Sonnabend das Spitzenspiel in der dritten Liga mit 1:2 (0:0) beim Karlsruher SC verloren. Es war die erste Auswärtsniederlage der Niedersachsen in dieser Saison. Trotzdem bleibt der VfL Tabellenführer, allerdings nur noch mit drei Punkten Vorsprung auf Karlsruhe, das einen verdienten Sieg im Topduell des 26. Spieltags feierte. "Die Art und Weise des Gegentors tut besonders weh. In meinen Augen war das zuvor ein Foulspiel", haderte Konstantin Engel mit dem Treffer seines Gegenspielers Daniel Gordon, der ihn mit der Hand im Gesicht getroffen hatte.

Starke Anfangsphase der Karlsruher

Der KSC stürmte fast schon wütend drauflos und hatte in der Anfangsphase zwei hochkarätige Chancen. Zunächst blockte die VfL-Defensive zwei Schüsse (6.), dann spitzelte Manuel Stiefler den Ball aus sechs Metern am Ziel vorbei (7.). Direkt im Gegenzug hatte allerdings auch Osnabrück die Führung auf dem Fuß: Etienne Amenyido zirkelte die Kugel nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

Verdiente KSC-Führung, überraschender VfL-Ausgleich

26.Spieltag, 02.03.2019 14:00 Uhr

Karlsruher SC

2

VfL Osnabrück

1

Tore:

  • 1:0 Pourié (48.)
  • 1:1 K. Engel (66.)
  • 2:1 Gordon (85.)

Karlsruher SC: Sv. Müller - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler, Groiß (75. Kobald), Wanitzek, Lorenz (90.+2 Camoglu) - A. Fink, Pourié (75. Sararer)
VfL Osnabrück: Körber - Renneke, Konrad, M. Trapp, K. Engel - Susac, Taffertshofer, Amenyido (79. Ouahim) - Girth (68. Alvarez), Blacha (83. Danneberg), Heider
Zuschauer: 13739

Weitere Daten zum Spiel

Es blieb die einzige gute Offensivaktion der Niedersachsen in der ersten Hälfte. Allerdings gelang es dem Tabellenführer nach einer guten Viertelstunde, etwas mehr Kontrolle über die weiterhin hektische Partie zu bekommen. Karlsruhe übertrieb es mitunter in Sachen Einsatz und hatte Glück, dass der vorbelastete Stürmer Marvin Pourié in der 31. Minute nach einem zu harten Einsteigen nicht die Gelb-Rote Karte sah. Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es noch einmal brenzlig für Osnabrück: Keeper Nils-Jonathan Körber parierte allerdings sowohl gegen David Pisot (41.) als auch Anton Fink (43.).  

Kurz nach Wiederbeginn war der VfL-Schlussmann allerdings machtlos. Fink schlug den Ball in den Strafraum, Pourié nahm ihn aus zwölf Metern volley und ließ sich anschließend zu Recht für ein Traumtor feiern (47.). Die Gäste waren nun gefordert, ihre Defensivtaktik aufzugeben, doch in der Offensive gelang weiterhin fast nichts. Trotzdem fiel vollkommen überraschend der Ausgleich: Ecke David Blacha, Verlängerung Adam Susac, Tor durch Konstantin Engel (67.).

Gordon köpft den Siegtreffer

Das 1:1 war ein Schock für den KSC, der verzweifelt versuchte, noch einmal die Oberhand zu gewinnen und doch noch den Siegtreffer zu markieren. Und er fiel tatsächlich. Gordon schraubte sich nach einem Eckball am höchsten und köpfte ein (86.). Schiedsrichter Robert Hartmann gab den Treffer, obwohl Gordon zuvor Engel mit der Hand im Gesicht getroffen hatte. Der Schiedsrichter stand auch in der Nachspielzeit im Blickpunkt. Marcos Alvarez' Schuss wurde von Gordon geklärt. Vor der Linie? Hinter der Linie? Hartmann ließ weiterspielen, der VfL verließ den Platz als Verlierer.

Weitere Informationen

Ergebnisse und Tabelle 3. Liga

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 02.03.2019 | 14:00 Uhr

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