Stand: 16.08.2020 17:59 Uhr

Verbandspokal: Auch Hansa erreicht Endspiel

An diesem Wochenende wurden die letzten Finalteilnehmer in den Fußball-Verbandspokalen im Norden ermittelt. Die Sieger der Endspiele, die alle am Finaltag der Amateure am kommenden Sonnabend ausgetragen werden, sind für den DFB-Pokal qualifiziert.

Hansa Rostock ist am Sonntag seiner großen Favoritenrolle gerecht geworden. Der einzige Drittligist Mecklenburg-Vorpommerns setzte sich im Halbfinale des Landespokals mit 5:0 (1:0) bei Verbandsligist FC Schönberg 95 durch. Vor 412 Zuschauern sorgten vor der Pause besonders die Neuzugänge Bentley Baxter Bahn und Maurice Litka für viel Betrieb. Eine Kombination der beiden führte dann auch zum 1:0 der Gäste: Litka setzte über links Bahn in Szene und der neue Spielmacher vollstreckte in der Mitte eiskalt (26.). Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag: John Verhoek (52.), Manuel Farrona Pulido (54./59.) und Julian Riedel (65.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.

VIDEO: Hansa nach Sieg gegen Schönberg im Pokalfinale (3 Min)

Im Finale am 22. August im Rostocker Ostseestadion (16.45 Uhr/im Livestream) trifft das Team von Trainer Jens Härtel wie schon im vergangenen Jahr auf den Torgelower FC Greif. Der Oberligist hatte sich beim klassentieferen FC Mecklenburg Schwerin mit 2:1 (1:1) durchgesetzt. Der Landespokalsieger empfängt im DFB-Pokal Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart. Mit dem 4:1 gegen Torgelow hatte Hansa 2019 den Landespokal zum fünften Mal in Serie geholt.

Schwerin verpasst Überraschung

Schwerin hatte an der Überraschung geschnuppert, musste sich in letzter Sekunde aber geschlagen geben. Die Mecklenburger, MV-Pokalfinalist von 2018, waren nach der Roten Karte gegen Jan Deters (4.) und der Torgelower Führung durch Adrian Skorb (11.) früh in Rückstand geraten, kamen durch einen von Kapitän Tino Wikowski verwandelten Foulelfmeter (45.+4) aber noch vor der Pause zurück. In Unterzahl kämpften die Gastgeber bei hochsommerlichen Temperaturen bis zum Umfallen, mussten in der zweiten Minute der Nachspielzeit aber doch noch den K.o. durch Marcin Juszczak einstecken.

Im Vorfeld der Partie hatte es wegen der Corona-Fälle beim VfB Lübeck Verunsicherung gegeben. Die Schweriner hatten nach der ersten gemeldeten Coronavirus-Infektion noch ein Testspiel gegen den Drittliga-Aufsteiger bestritten (1:3).

Hamburg: Norderstedt und Sasel im Finale

Eintracht Norderstedt und der TSV Sasel lösten in Hamburg das Finalticket. Im Duell zweier Regionalligisten setzte sich Vorjahresfinalist Norderstedt mit 3:2 (2:2) gegen Altona 93 durch. Die Gäste, bei denen seit Kurzem Trainer Andreas Bergmann und Manager Richard Golz das Sagen haben, gingen bereits in der zweiten Minute durch einen Treffer von Aladji Barrie in Führung. Dallas Aminzadeh sorgte mit einem Eigentor für den Ausgleich (16.), Johann von Knebel drehte die Partie (21.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verwandelte Barrie einen Foulelfmeter zum Ausgleich. Den Schlusspunkt setzte Jan Lüneburg (68.).

Im Oberliga-Duell des SV Rugenbergen mit dem TSV Sasel stand es am Ende 3:0 (1:0) für die Gäste. Die Tore für Sasel, das erstmals das Finale erreichte, erzielten Tim Jeske (23.), Nico Zankl (77.) und Lukas Kourkis (87.). Der Sieger des Endspiels am 22. August (14.45 Uhr im Livestream bei NDR.de) im Stadion an der Hagenbeckstraße darf sich in der ersten DFB-Pokalrunde mit Bayer Leverkusen messen. "Wir haben uns nach katastrophalen Fehlern lange schwer getan und nicht gut gespielt, aber insgesamt sehe ich unseren Erfolg als verdient an", sagte Norderstedts Trainer Jens Martens. "Nun wollen wir auch unbedingt das Finale gewinnen, um gegen Leverkusen zu spielen."

Niedersachsen: Rheden empfängt Havelse

Besonderheiten gibt es im niedersächsischen Landespokal, in dem jeweils ein Wettbewerb für Mannschaften der Dritten Liga und der Regionalliga sowie einer für Amateurmannschaften ausgespielt wird. Da Eintracht Braunschweig auf sein Halbfinale im Wettbewerb der höherklassigen Teams gegen den TSV Havelse verzichtete, erreichte der Verein aus Garbsen kampflos das Finale. Gegner ist der BSV Rehden. Die Rehdener gewannen am Sonntag das Regionalliga-Duell beim VfB Oldenburg mit 4:1 (Tore: Addy Waku Menga, Emre Yesilova, Jaroslaw Lindner/2 für Rheden / Mirko Schuster für Oldenburg) und sind nun Gastgeber für das Endspiel am 23. August (15 Uhr). Der Sieger darf in der ersten DFB-Pokal-Runde vom 11. bis 14. September gegen den Bundesligisten Mainz 05 antreten.

Elfmeter-Drama in Spelle - Spies jubelt

Im Niedersachsen-Pokal der Amateure zogen die Oberligisten MTV Eintracht Celle und der MTV Gifhorn ins Finale ein. Celle schlug den FC Hagen/Uthlede am Sonnabendnachmittag mit 3:2 (2:1). Adrian Zöfelt (3.), Jean-Luca van Eupen (19.) und Felix Krüger (75.) waren für die Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz von Elmendorff erfolgreich. Kilian-Lasse Tienken (7.) sowie Finn-Niklas Klaus (54.) trafen für die Gäste. Beide Mannschaften beendeten die Begegnung zu zehnt. Zunächst sah Mika Lasse Kroschel die Rote Karte (Hagen/Uthlede, 21.), dann flog Celles Daniel Ruchatz vom Platz (43.).

Noch dramatischer ging es in der zweiten Vorschlussrunden-Partie zwischen dem SC Spelle-Venhaus und Gifhorn zu. Nachdem in der regulären Spielzeit keine Tore gefallen waren, musste das Elfmeterschießen entscheiden - eine Verlängerung gab es nicht. Vom Punkt aus zeigten die vom früheren Bundesliga-Profi Michael Spies betreuten Gäste die besseren Nerven und setzten sich mit 6:5 durch. Der Sieger des Endspiels am 22. August (17.45 Uhr) trifft im DFB-Pokal auf den FC Augsburg.

Bremen: Oberneuland trifft auf Blumenthal

Im Bremer Landespokal verpasste Landesligist FC Huchting eine weitere Überraschung. Die Mannschaft von Trainer Oliver Kluth unterlag dem Bremen-Ligisten Blumenthaler SV mit 1:4 (1:1). Im Endspiel ist der BSV Außenseiter, denn Seriensieger FC Oberneuland fertigte im Halbfinale den SC Borgfeld aus der Bremen-Liga mit 7:0 (3:0) ab. Der Regionalliga-Aufsteiger ist im Finale am 22. August (17.45 Uhr) im Stadion am Vinnenweg Gastgeber. Der Bremen-Pokalsieger erwartet im DFB-Pokal Borussia Mönchengladbach.

Finale in Schleswig-Holstein steht fest

In Schleswig-Holstein stand die Finalpaarung bereits vor diesem Wochenende fest: Am 22. August tritt im Endspiel der VfB Lübeck gegen den SV Todesfelde an (16.45 Uhr). Sofern die Lübecker trotz zweier positiver Corona-Tests antreten können.

Halbfinals Verbandspokale und Finalpaarungen 2020
Niedersachsen (3. Liga und RL)
So, 16.08., 15 UhrHFVfB Oldenburg - BSV Rehden 1:4
So, 23.08., 15 UhrFBSV Rehden - TSV Havelse
Niedersachsen (Amateure)
Sa, 15.08., 16 UhrHFSpelle Venhaus - MTV Gifhorn 5:6 n.E.
Sa, 15.08., 16 UhrHFEintracht Celle - Hagen/Uthlede 3:2
Sa, 22.08., 17.45 Uhr

Zum Livestream
FMTV Gifhorn - Eintracht Celle
Schleswig-Holstein
Sa, 22.08., 16.45 Uhr

Zum Livestream
FVfB Lübeck - SV Todesfelde
Mecklenburg-Vorpommern
Sa, 15.08., 14 UhrHFMecklenburg Schwerin - Torgelower FC Greif 1:2
So, 16.08., 14 UhrHFSchönberg 95 - FC Hansa Rostock 0:5
Sa, 22.08., 16.45 Uhr

Zum Livestream
FTorgelower FC Greif - FC Hansa Rostock
Hamburg
So, 16.08., 14 UhrHFEintracht Norderstedt - Altona 93 3:2
So, 16.08., 15 UhrHFSV Rugenbergen - TSV Sasel 0:3
Sa, 22.08., 14.45 Uhr

Zum Livestream
FEintracht Norderstedt - TSV Sasel
Bremen/Bremerh.
Sa, 15.08., 16 UhrHFFC Huchting - Blumenthaler SV 1:4
So, 16.08., 15 UhrHFSC Borgfeld - FC Oberneuland 0:7
Sa, 22.08., 17.45 UhrFBlumenthaler SV - FC Oberneuland
Finaltag der Amateure
Sa, 22.08., 14.30 - 20 Uhr

Zum Livestream
Konferenz aller Finals (DasErste)

Dieses Thema im Programm:

Sportschau | 22.08.2020 | 14:45 Uhr

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