Stand: 16.02.2019 15:57 Uhr

Osnabrück verpasst Derby-Sieg in Münster

von Ingmar Deneke, NDR.de

Der VfL Osnabrück hat seine souveräne Tabellenführung in der Dritten Liga behauptet, ist aber im Derby bei Preußen Münster nicht über ein Unentschieden hinausgekommen - die umkämpfte Partie am Samstagnachmittag endete 0:0. Zweimal scheiterten die Gäste am Aluminium. "Wir müssen und können mit dem Punkt leben. Ein Sieg wäre verdient gewesen. Es ist schade, dass wir nicht gewonnen haben. Wir hätten die Dinger machen müssen, haben wir aber leider nicht" sagte Kapitän Marc Heider. Das Hinspiel hatten die Osnabrücker noch mit 3:0 gewonnen. Damit blieb der VfL zum zweiten Mal in Folge ohne Sieg - in der vergangenen Woche gab es eine überraschende 0:2-Heimniederlage gegen Großaspach.

VfL-Topscorer Alvarez draußen - Agu im Pech

Benjamin Girth hatte die erste Chance des Spiels, als der VfL-Winterzugang nach einer Ablage von Heider knapp verzog (5.). Hinten ließen die Gäste in der dynamischen Anfangsphase wenig zu, die Ausnahme war ein Kopfball von Cyrill Akono, der auf dem Tordach landete (14.). Und auch die nächste Chance war ein Kopfstoß: Nach einer Osnabrücker Ecke von David Blacha (Standardspezialist Marcos Alvarez saß zunächst auf der Bank) fehlte Maurice Trapp im Abschluss allerdings die Genauigkeit (26.). Zwei Minuten später kam Ulrich Taffertshofer an der Strafraumgrenze zum Abschluss - knapp vorbei. Jederzeit präsent war der Derby-Charakter der Partie: Eine gute Portion Hektik, bissige Zweikämpfe und diverse Nickligkeiten prägten das Geschehen auf dem Platz. Pechvogel des ersten Durchgangs war Felix Agu: Der Offensivspieler des VfL stürzte unglücklich auf die Schulter und musste ausgewechselt werden.

Latte und Pfosten - Derby nimmt an Fahrt auf

24.Spieltag, 16.02.2019 14:00 Uhr

Preuß.Münster

0

VfL Osnabrück

0

Tore:
Preuß.Münster: Schulze Niehues - Menig, Kittner, Scherder, Heidemann - Klingenburg, S. Braun, Rodrigues Pires - P. Hoffmann (74. P. Müller), Kobylanski (66. Rühle), Akono (82. Dadashov)
VfL Osnabrück: Körber - K. Engel, Susac, M. Trapp - Renneke, Blacha, Taffertshofer, Agu (37. Farrona Pulido) - Amenyido (80. Ouahim), Girth (72. Alvarez), Heider
Zuschauer: 11752

Weitere Daten zum Spiel

Auch nach der Pause blieb das Geschehen zunächst zerfahren. Beide Mannschaften versuchten in erster Linie, Fehler in der Defensive zu vermeiden. Spielfluss war wenig vorhanden, stattdessen gab es viele Unterbrechungen und Freistöße. Offensivaktionen waren Mangelware. Das änderte sich in der 60. Minute: Heider brach auf der linken Seite durch und bediente Etienne Amenyido in der Mitte. Der Schuss des 20-Jährigen knallte an die Unterkante der Latte und prallte kurz vor der Torlinie auf - die bis dato beste Chance der Partie. Zehn Minuten später rettete erneut das Aluminium für Münster - Heider traf mit seinem starken linken Fuß den rechten Pfosten. Spätestens als der eingewechselte Alvarez mit einem schönen sehenswerten Freistoß in Preußen-Keeper Maximilian Schulze Niehues seinen Meister fand, wäre die Führung der Gäste verdient gewesen (72.).

VfL-Trainer Thioune: "Ein echtes Derby"

Und Münster? Hatte einen Freistoß von Martin Kobylanski (sicher pariert von VfL-Keeper Nils Körber) im Angebot und plötzlich selbst das 1:0 auf dem Fuß, doch Kevin Rodrigues Pires verzog knapp vom Elfmeterpunkt (75.). Das Spiel hatte in dieser Phase mächtig an Fahrt aufgenommen und bot endlich Spektakel. Tore allerdings fielen auch danach keine mehr. Münsters Philipp Müller scheiterte ebenso an Körber (90.) wie eine Minute später auf der anderen Seite Manuel Farrona Pulido an Schulze Niehues. Osnabrücks Trainer Daniel Thioune bilanzierte: "Ein echtes Derby mit vielen Nicklichkeiten. Haben versucht unsere Systeme zu wechseln, waren sehr aktiv. Mit den Preußen sind wir uns in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe begegnet. In der zweiten Hälfte waren wir dominant und spielstark, haben unsere Chance aber nicht genutzt."

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.02.2019 | 14:00 Uhr